Wer während ausgeschriebener Beichtzeiten beichten möchte, muss sich nicht anmelden. Man sucht innerhalb des angegebenen Zeitraums den Beichtort, in der Regel eine Kirche, auf und wartet vor dem Beichtstuhl (oder dem Beichtzimmer), bis man an der Reihe ist. Ein Beichstuhl, in dem ein Priester Beichte hört, ist in der Regel gekennzeichnet (oft durch ein Licht) und kann schnell ausfindig gemacht werden. Es ist daneben aber auch möglich, einen eigenen Termin mit einem Priester für ein Beichtgespräch auszumachen.
Darüber hinaus ist aber auch eine eigene Vorbereitung des Beichtenden auf die Beichte notwendig. Wenn der Beichtende das Bußsakrament empfangen will, um seine Beziehung zu Christus zu erneuern, so ist es unerlässlich, dass er sich vorher darüber klar wird, in welcher Hinsicht diese Beziehung der Erneuerung bedarf. Beichtvorbereitung ist daher nicht zuerst moralische Selbstbespiegelung, sondern mit der Frage verbunden, was zu tun ist, um die Gottesbeziehung wieder zu kräftigen und auszuräumen, was dem im Weg steht. Wie es um eine Beziehung steht, zeigt sich allerdings in den Taten, was die Bedeutung des Sündenbekenntnisses belegt. Zur Vorbereitung auf die Beichte und als Hilfe zur persönlichen Gewissenserforschung dienen sogenannte "Gewissensspiegel", wie sie etwa unter Nr.61-64 im Gotteslob zu finden sind. Zu Gewissensspiegeln im Internet findet sich ein Verweis unter Weiterführendes.
Sakramente im Wandel von Zeit, Gesellschaft und Kirche
Die sieben Sakramente der katholischen Kirche stellte die Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt in einer siebenteiligen Reihe vor. Die Beiträge wollen den Ort des Sakraments im Wandel von Zeit, Gesellschaft und Kirche suchen, seine veränderte Wahrnehmung beschreiben, seine Möglichkeiten in Zukunft andenken: KiZ-Serie zu den Sakramenten.