Die katholische und evangelische Kirche mit ihren Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie sind in Deutschland der zweitgrößte Arbeitgeber - mit schätzungsweise 1,3 Millionen Beschäftigten gleich nach dem Staat. Aber es gibt einen großen Unterschied zum Staat und anderen weltlichen Betrieben: Alle tarifrechtlichen Belange werden in paritätisch aus Dienstgebern und Arbeitnehmern besetzten Kommissionen ausgehandelt. Streiks und Aussperrungen sind keine legitimen Mittel bei Tarifstreitigkeiten, der Einfluss der Gewerkschaften ist gering. Doch nun wollen Gewerkschaften sowie Grüne und Linkspartei das kirchliche Arbeitsrecht zu Fall bringen. Wie reagiert die Kirche auf diese Vorstöße? Und wie schätzen kirchliche Mitarbeiter selber ihre Position ein?