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Kalenderwoche 27
02.07.2012

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  1. Tag der Ehejubilare in Eichstätt: Willibaldswoche hat begonnen
  2. Pontifikalamt zum Willibaldsfest
  3. Große Nachfrage nach der Willibaldswoche — Auftakt am Samstag
  4. Bischof Hanke gratuliert Bischof Gerhard Ludwig Müller
  5. Vereinfachung der Prozesse: Caritas setzt Arbeitsgruppe gegen Bürokratie ein
  6. Pädagogik der Vielfalt: Inklusion und Integration in Caritas-Kindertagesstätten
  7. Caritas: Über 50 Engagierte im Bundesfreiwilligendienst
  8. Über 726.000 Euro Spenden aus dem Bistum an Caritas international
  9. Orgelsommer im Eichstätter Dom startet
  10. Katholische Morgenfeier mit Domvikar Kürzinger
  11. Gottesdienst und Führung im Bistumshaus Schloss Hirschberg
  12. Personalnachricht:
    - Prälat Andreas Risch wird 85

1. Tag der Ehejubilare in Eichstätt: Willibaldswoche hat begonnen

Eichstätt, 01.07.2012. (pde) — Weit über tausend Gläubige musste der Eichstätter Dom zum Tag der Ehejubilare aufnehmen. Die Jubelpaare, die in diesem Jahr 50, 60 oder mehr Jahre verheiratet sind, waren von Bischof Gregor Maria Hanke zur Wallfahrt ans Grab des heiligen Willibald geladen worden.

In seiner Predigt dankte der Bischof den Jubelpaaren für die jahrelange Verkörperung der "Kirche im Kleinen". Ehe und Familie sind keine Privatangelegenheit, so der Bischof, sondern sind ein Sakrament, das heißt, "sie verschaffen Gott auf der Erde eine Wohnung". Ehepaare sind deshalb auch ein sichtbares Zeichen für die Kirche. Eltern sind nach den Worten von Bischof Hanke, "die ersten und eigentlichen Missionare der Kirche". Bischof Hanke ludt die langjährigen Ehepaare dazu ein, ihre Dankbarkeit für viele Gemeinsamkeiten in die Eucharistiefeier einzubringen, aber auch das Belastende und Schwierige vor Gott zu bringen, damit dieser es wandle.

Die Willibaldswoche wird fortgesetzt mit dem Tag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariates am Montag, sowie dem Tag der Trauernden am Dienstag.

2. Pontifikalamt zum Willibaldsfest

Eichstätt, 02.07.2012. (pde) – Ein Pontifikalamt zum Willibaldsfest mit Päpstlichem Segen zelebriert Bischof Gregor Maria Hanke am kommenden Sonntag, 8. Juli, um 9.00 Uhr im Eichstätter Dom. Zu dem festlichen Gottesdienst am Fest ihres Patrons und ersten Bischofs, des heiligen Willibald, werden zahlreiche Wallfahrergruppen aus Pfarreien der näheren und weiteren Umgebung, aber auch einzelne Gläubige erwartet. Nach der Eucharistiefeier werden den Gläubigen die Willibaldsreliquien aufgelegt.
Der Eichstätter Domchor singt die Missa festiva von Alexandre Gretchaninoff. Außerdem sind ein Laudate Dominum von Giovanni P. da Palestrina, Sätze von Christian Heiß und als Orgelnachspiel das Finale aus der 1. Sonate d-moll von Alexandre Guilmant zu hören. Um 18.00 Uhr wird im Dom eine Deutsche Pontifikalvesper gefeiert.
Das eigentliche Hochfest des heiligen Willibald ist am 7. Juli, dem Sterbetag des ersten Eich-stätter Bischofs. Im Rahmen der Willibaldswoche wird dieser Tag als diözesaner Ministran-tentag begangen.

3. Große Nachfrage nach der Willibaldswoche — Auftakt am Samstag

Eichstätt, 27.06.2012. (pde) — Wenn vom 30. Juni bis 8. Juli in Eichstätt die Willibaldswoche gefeiert wird, dann werden zu den verschiedenen Veranstaltungen zahlreiche Pilger aus allen Teilen des Bistums erwartet. Den Auftakt machen Ordensangehörige am Samstag, 30. Juni. Sie treffen sich ab 9.30 Uhr im Eichstätter Priesterseminar. P. Michael Plattig OCarm wird den Vormittag zum Thema "Ordensleben als Umformungsprozess" gestalten. Der Nachmittag steht im Zeichen der Begegnung und des Austausches der Ordensleute untereinander und mit dem Referenten. Um 15.00 Uhr zelebriert Bischof Gregor Maria Hanke OSB zusammen mit Pater Plattig, Domkapitular Josef Blomenhofer und weiteren Priestern eine Eucharistiefeier in der Kapuzinerkirche.

Zum Tag der Ehejubilare am Sonntag, 1. Juli, sind bereits 650 Paare angemeldet. Mit 1300 Personen, Begleiterinnen und Begleiter nicht mitgerechnet, wird der Dom zum Pontifikalamt gut gefüllt sein. Der Gottesdienst mit Bischof Gregor Maria Hanke OSB beginnt um 9.30 Uhr. Nach dem Mittagessen in der Mensa der Katholischen Universität gibt es umfangreiche Angebote in der Stadt. Eine Abschlussandacht findet um 15.30 Uhr in der Schutzengelkirche statt.

Auch zum "Tag des freiwilligen Engagements" am 5. Juli liegen bereits etwa 1000 Anmeldungen aus den verschiedenen Pfarreien des Bistums vor. Aus den nördlichen Teilen des Bistums werden einige Reisebusse erwartet, beispielsweise aus Nürnberg, Roth und Allersberg. Das Bistum Eichstätt richtet den Tag für die Ehrenamtlichen erstmals aus. Im Mittelpunkt steht der Dank an viele Dienste, die oft im Verborgenen geleistet werden. Caritas-Sammlerinnen und -Sammler, Putzdienste, Hand- und Spanndienste werden häufig ganz selbstverständlich von Frauen und Männern erbracht, die an diesem Nachmittag in Eichstätt gewürdigt werden sollen. Höhepunkt wird auch an diesem Tag das Pontifikalamt mit dem Bischof im Dom sein, bei dem auch die Willlibaldsreliquien aufgelegt werden. Beginn ist um 19.00 Uhr, die musikalische Gestaltung übernimmt ein Chor aus Weißenburg.

Bereits ab 15.00 Uhr gibt es ein Programm im Zelt auf der Seminarwiese. In einem "Markt der Möglichkeiten" präsentieren sich 15 verschiedene Fachbereiche aus dem Bischöflichen Ordinariat, aus Vereinen und Verbänden. Die entsprechenden Fachreferenten und Bischof Gregor Maria Hanke stehen zu Gesprächen und zur Begegnung bereit. Um 17.00 Uhr spricht Dr. Elfriede Schießleder, die stellvertretende Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, zum Thema "Berufen aus Taufe und Firmung - die bunten Talente vielfältigen Glaubens". Eine Herausforderung wird die Verpflegung der etwa 1000 Gäste. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariates kümmern sich um das leibliche Wohl der Ehrenamtlichen.

Große Höhepunkte innerhalb der Willibaldswoche werden außerdem der Männertag am 6. Juli, der Ministrantentag am 7. Juli sowie der Wallfahrtstag am 8. Juli sein.

Ministrantentag mit Judy Bailey am 7. Juli

Über 800 Ministrantinnen und Ministranten aus dem gesamten Bereich des Bistums kommen zusammen. Beim Pontifikalamt um 17.00 Uhr rechnen die Verantwortlichen mit einem gut gefüllten Dom. Bischof Gregor Maria Hanke zelebriert den Gottesdienst, der von der Band "MerryMakers" gestaltet wird. Stargast des Abends ist die in London geborene, aber aus Barbados stammende Sängerin Judy Bailey mit ihrer Band. Bailey, die heute in Düsseldorf lebt, trat bereits bei vielen christlichen Großveranstaltungen auf, so etwa bei den Weltjugendtagen 2005 in Köln und 2008 in Sydney, beim Eröffnungsgottesdienst der Fußballweltmeisterschaft 2006 und dem 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München. Das Konzert mit Judy Bailey beginnt um 19.30 Uhr auf der Seminarwiese. Bereits am Nachmittag bietet sie zusammen mit ihren Bandmitgliedern einen musikalischen Workshop für die Ministranten an. Ab 14.00 Uhr gibt es ein umfangreiches Programm mit einer Oase der Stille, einem Stadtspiel und verschiedenen Spieleangeboten und Infoständen des Ministrantenreferates. Mit dem Ministrantentag begeht das Bistum Eichstätt auch den 50. Jahrestag des Beginns der organisierten Ministrantenarbeit in der Diözese.

Etwas weniger Teilnehmer erwarten die Organisatoren beim "Tag der Trauernden" am 3. Juli. Er beginnt um 16.00 Uhr mit einer Statio am Brunnen des Hofgartens. Mit "Schritten auf dem Weg der Trauer” und meditativen Stationen wird anschließend der Weg zur Schutzengelkirche gestaltet, wo um 17.00 Uhr ein Pontifikalamt mit Bischof Gregor Maria Hanke und der Möglichkeit zur Einzelsegnung beginnt. Es schließt sich eine Begegnungsmöglichkeit mit Imbiss in der Cafeteria der Klinik Eichstätt an.

Auf dem Programm der Willibaldswoche steht außerdem ein Tag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariates am 2. Juli. Er beginnt mit einem Vespergottesdienst mit Bischof Gregor Maria Hanke um 17.00 Uhr im Dom, zu dem die gesamte Bevölkerung eingeladen ist. Anschließend treffen sich die Beschäftigten im Festzelt auf der Seminarwiese.

Am Mittwoch, 4. Juli, werden dann die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bistum in Eichstätt erwartet. Zu den Priestern, Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferenten und Religionslehrern im Kirchendienst spricht Dr. Albert Schmid, Staatssekretär a. D. und Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern zum Thema: II. Vatikanisches Konzil — Rückblick und Zukunft. Beginn in der Aula der Katholischen Universität in Eichstätt ist um 10.00 Uhr. Die Berufsgruppe der Leiterinnen in katholischen Kindertageseinrichtungen schließt sich an. Nach verschiedenen Programmpunkten innerhalb der Berufsgruppen schließt sich eine Eucharistiefeier mit Bischof Gregor Maria Hanke und den Priesterjubilaren im Dom an, zu dem die gesamte Bevölkerung eingeladen ist. Beginn ist um 16.30 Uhr.

Zum großen Wallfahrtstag am 8. Juli werden Wallfahrergruppen aus den umliegenden Gemeinden erwartet. Das Pontifikalamt mit dem Bischof und der Auflegung der Reliquien beginnt um 9.00 Uhr, den Abschluss bildet eine Pontifikalvesper um 18.00 Uhr im Dom.

4. Bischof Hanke gratuliert Bischof Gerhard Ludwig Müller

Eichstätt, 02.07.2012. (pde) – Bischof Gregor Maria Hanke gratuliert dem bisherigen Bischof von Regensburger, Gerhard Ludwig Müller, zur Ernennung zum neuen Präfekten der Kon-gregation für die Glaubenslehre. In seinem Gratulationsschreiben betont Bischof Hanke, dass diese Ernennung auch als Anerkennung seiner "hohen theologischen Kompetenz und tiefen Kirchlichkeit" zu sehen ist.

5. Vereinfachung der Prozesse: Caritas setzt Arbeitsgruppe gegen Bürokratie ein

Eichstätt, 27.06.2012. (pde) - Den Aufwand für die Pflegedokumentation in Caritas-Altenheimen will eine Arbeitsgruppe des Caritasverbandes für die Diözese Eichstätt vermindern. Sie hat Formblätter entwickelt, die wesentlich unkomplizierter sind als die derzeit verwendeten. Der Arbeitsgruppe gehören sieben Pflegedienstleiterinnen und -leiter aus Caritas-Altenheimen sowie der Qualitätsbeauftragte des Caritasverbandes, Matthias Helfrich, an. Beteiligt sind die Altenheime Freystadt, Neumarkt, Nürnberg-Langwasser, Schwabach, Spalt, Stein und Weißenburg. Das Projekt wurde von der für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortlichen Abteilungsleiterin Hedwig Kenkel ins Leben gerufen: "Wir wollen den Pflege-Dokumentationsaufwand um die Hälfte verringern", nennt diese als Ziel.

"Noch vor zehn Jahren belief sich der zeitliche Aufwand für die Dokumentation in der Pflege täglich auf etwa ein Zwanzigstel der Arbeitszeit. Heute gerät die Pflege in Gefahr, im Vergleich mit den schriftlichen Aufgaben den Kürzeren zu ziehen", begründet Matthias Helfrich die Initiative. Es sei zwar unbestritten positiv, dass Pflege heutzutage professioneller als früher geleistet werde. Doch die Bürokratie habe überhand genommen. "Es gibt für kranke und pflegebedürftige Menschen derzeit zu viele Akten und Dokumentationsblätter", meint Helfrich und ergänzt: "Es wäre den Betroffenen sicherlich lieber, wenn Pflegekräfte häufiger die Zeit hätten, ihnen einfach einmal die Hand zu halten."

Dem Caritas-Qualitätsbeauftragten zufolge ist es sicherlich wichtig, den Pflegeverlauf gut zu planen und anhand von schriftlichen Dokumenten nachweisen zu können. "Der kranke und pflegebedürftige Mensch darf dabei aber nicht auf der Strecke bleiben." Manche Dokumentationsblätter seien ausschließlich eingeführt worden, um Expertenstandards und den Kriterien der Kontrollinstanzen Heimaufsicht und Medizinischer Dienst der Krankenversicherung gerecht zu werden. "Es geht so weit, dass gute Pflegekräfte sich freiwillig unter ihrem Qualifikationsniveau einstufen lassen, weil sie sich der weiter anwachsenden Papierflut nicht gewachsen sehen und lieber mehr am Menschen als am Papier arbeiten", informiert der Caritasmitarbeiter.

Um den Aufwand der Pflegedokumentation zu verringern und diese übersichtlicher zu gestalten, will die Arbeitsgruppe derzeit parallel laufende Informationen bündeln: Zum Beispiel sollen in Zukunft das Erfassen von Daten für die individuellen Wünsche und Gewohnheiten der Bewohner aus ihrer Biografie heraus, die Anamnese — also der körperliche und psychische Zustand —, die Erkennung sowie die Bewertung von Risiken auf einem Blatt für einen Pflegeprozess zusammengefasst werden. Bisher sind dies verschiedene Blätter und somit auch Prozesse gewesen. Zu ihren neu entwickelten Papieren hat die Gruppe zudem handlungsleitende Hilfen erarbeitet, die den Dokumentationsprozess der Pflegekräfte erleichtern.

Zurzeit findet nach Auskunft von Matthias Helfrich ein Probelauf mit den neuen Unterlagen in allen 19 Caritas-Altenheimen im Bistum Eichstätt statt. Dieser wird im Herbst von der Arbeitsgruppe ausgewertet.


6. Pädagogik der Vielfalt: Inklusion und Integration in Caritas-Kindertagesstätten

Eichstätt, 26.06.2012. (pde) - Immer mehr katholische Kindertagesstätten im Bistum Eichstätt wollen noch qualifizierter als bisher Kinder mit Integrationsbedarf betreuen. Deshalb haben 54 Mitarbeiterinnen aus 35 Einrichtungen an einer Tagung "Pädagogik der Vielfalt — Anspruch und Chance?!" im Kloster Plankstetten teilgenommen. Anlass war, dass mit knapp 70 der rund 190 katholischen Kindertageseinrichtungen über ein Drittel inzwischen fast 110 Kinder mit einer Behinderung betreuen. Vor vier Jahren waren es laut Caritas noch unter 90 Kinder in weniger als 50 Einrichtungen. "Der wachsende Inklusionsgedanke, Teilhabe aller Kinder am Bildungsprozess im Kindergartenalltag zu ermöglichen, findet zunehmend Nachfrage", so Andrea Peyerl, Mitarbeiterin im Caritasreferat Kindertageseinrichtungen. "Außerdem sehen wir es als christlichen Auftrag, allen Kindern einen Platz zu bieten, um ihnen ein gelingendes Leben und Lernen in der Kindertageseinrichtung zu ermöglichen".

Dr. Monika Wertfein, Diplom-Psychologin am Institut für Frühpädagogik in München, wies in einem Vortrag auf Voraussetzungen und Möglichkeiten hin, um eine Pädagogik der Vielfalt langfristig für alle Kinder zu entwickeln. Dafür müssten sich Einrichtungen nicht nur mit Fragen auseinandersetzen wie "Wie werden Kindertagesstätten für alle Kinder zugänglich?" und "Wie können alle Kinder am gemeinsamen Alltagsgeschehen im Kindergarten beteiligt werden?", sondern auch mit der Herausforderung "Wie können Bildungsprozesse bei Kindern individuell angeregt werden?". Viele an der Tagung beteiligten pädagogischen Fachkräfte zeigten sich beeindruckt von einem Film dazu. Dieser zeigte, wie eine Kindergruppe ein mehrfachbehindertes Kind mit rhythmischem Klatschen und Trommeln auf einem Karton in seiner Selbstwahrnehmung unterstützte. Dieses Kind erlebte die Vibration als angenehmen und lustvollen Eindruck gemeinsam mit allen. Auch wurde vorgeführt, wie Kinder sich ungezwungen und kompetent in Alltagssituationen unterstützen, indem Kinder ohne Behinderung Kindern mit Handicaps zum Beispiel beim gemeinsamen Frühstück helfen. Um solche Lernanlässe anzuregen und zu begleiten, wurde den Kindertagesstätten empfohlen, mit heilpädagogischen Fachdiensten vor Ort zusammenzuarbeiten, in Ingolstadt etwa dem Caritas-Zentrum St. Vinzenz.

Um die Bedeutung des Themas hervorzuheben, wies Caritasmitarbeiterin Andrea Peyerl die pädagogischen Fachkräfte darauf hin, "dass die auch von Deutschland ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention jedem Menschen mit Behinderung das Recht auf Bildung zuerkennt und fordert, dieses Recht ohne Diskriminierung in einem integrativen Bildungssystem zu verwirklichen". Auch das Bayerische Bildungs- und Betreuungsgesetz unterstützt Andrea Peyerl zufolge die Integration von Kindern mit Behinderung vor Ort und gewährt den Einrichtungen dafür erhöhte Fördermittel. Allerdings meinten die Caritasmitarbeiterin und mehrere Tagungsteilnehmerinnen in einer Diskussion, dass diese dem tatsächlichen Bedarf bei weitem nicht gerecht würden. Viele wünschten sich vor allem kleinere Gruppen und mehr Fachpersonal, um den gesellschaftlich und politisch geforderten Anspruch auf Bildung für Kinder mit Behinderung besser erfüllen zu können.


7. Caritas: Über 50 Engagierte im Bundesfreiwilligendienst

Eichstätt, 28.06.2012. (pde) - "Wir haben wesentlich mehr Bundesfreiwilligendienstleistende bekommen, als wir erwartet hatten", freut sich Jakob Streller über die Entwicklung dieses Dienstes, der vor einem Jahr bundesweit eingeführt wurde, als der Zivildienst ausgesetzt worden war. Nach Mitteilung Strellers, der beim Caritasverband Eichstätt Einsätze für Einrichtungen der Diözese koordiniert, hat es insgesamt 51 Bundesfreiwilligendienstleistende (BFDler) im Bistum gegeben. Davon hätten 20 — und damit die meisten — ihren Dienst im Bereich Kinder- und Jugend einschließlich Behindertenhilfe geleistet: vor allem im Caritas-Kinderdorf Marienstein, dem Caritas-Zentum St. Vinzenz und in Einrichtungen von Regens Wagner. 15 Personen sind Streller zufolge in der Altenhilfe aktiv geworden, davon acht in Altenheimen und sieben bei Caritas-Sozialstationen. Fünf hätten sich in der Eingliederungshilfe engagiert, etwa in den Caritas-Wohnheimen und Werkstätten Ingolstadt und der Fachklinik Weihersmühle für suchtkranke Männer. Elf haben sich nach seiner Statistik in sonstigen Bereichen wie den Caritas-Kreisstellen und dem Kloster Plankstetten eingesetzt.

Neun der 51 BFDler hörten vorzeitig auf: Vier davon wurden von Seiten der sie beschäftigenden Einrichtungen gekündigt, zum Beispiel aufgrund unentschuldigten Fehlens. Weitere fünf kündigten selbst, zum Teil, weil sie sich im Umgang mit behinderten Menschen psychisch überfordert fühlten. Darin sieht Streller nicht nur Negatives: "Der Freiwilligendienst dient ja auch dazu, dass man testen kann, was einem liegt und was nicht." Mehr betrübt ihn schon, dass sich in den 19 Caritas-Altenheimen nicht mehr BFDler engagiert haben. "Angesichts des bevorstehenden Fachkräftemangels wäre es wünschenswert, wenn sich hier vor allem mehr junge Freiwilligendienstleistende einbringen, um zu schauen, ob sie anschließend im Altenpflegebereich eine Ausbildung machen möchten", so Streller.

Derzeit sind laut dem Koordinator 36 BFDler in der Diözese tätig. Hinzu kommen 27 junge Menschen, die über den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr (FSJ/FÖJ) leisten — von diesen etwa die Hälfte bei weltlichen Trägern wie etwa dem Klinikum Ingolstadt und die andere in kirchlichen Einrichtungen auf dem Gebiet des Bistums Eichstätt. Während der BFD von Menschen in jedem Alter in jedem Monat begonnen und in unterschiedlichen Zeitlängen geleistet werden kann, richten sich FSJ und FÖJ ausschließlich an junge Leute von 16 bis 27 Jahre und finden immer vom 1. September bis 31. August statt.

Vielfältige Beschäftigungschancen im BFD und FSJ sowie FÖJ

"Außerdem kann der BFD auch in Tätigkeiten außerhalb des Sozialbereiches wie handwerklichen und gärtnerischen Arbeiten ausgeführt werden, während sich FSJ und FÖJ mehr als Lerndienste verstehen, in ihnen überwiegend soziale beziehungsweise ökologische Aktivitäten verwirklicht werden sollen und eine intensivere pädagogische Begleitung stattfindet", erläutert Streller. Daher fördere der Caritasverband bewusst beide Arten von Freiwilligendiensten. Für FSJ/FÖJ-Stellen arbeitet Streller mit dem BDKJ zusammen. Freie Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr gibt es nach einer Mitteilung des Jugendverbandes in den Caritas-Sozialstationen Ingolstadt und Nürnberg, den Senioreneinrichtungen der Caritas in Abenberg, Heilsbronn, Gaimersheim und Herrieden sowie den Caritas-Wohnheimen und Werkstätten. Außerdem werden FSJler in der Straßenambulanz St. Franziskus in Ingolstadt unter Leitung von Bruder Martin, bei Regens Wagner Holnstein und im Klinikum Ingolstadt gesucht.

Auch im Bundesfreiwilligendienst gibt es genügend Möglichkeiten für Jung und Alt. Gerade von älteren Menschen wünscht sich Jakob Streller noch mehr Interesse. Während bundesweit laut Familienministerin Kristina Schröder immerhin mehr als 20 Prozent der BFDler älter als 50 Jahre sind, hat es nach der Statistik für die Diözese Eichstätt im ersten Jahr des Dienstes in dieser Altersklasse nur zwei von den 51 Personen gegeben. Erfreulicher sieht Jakob Streller hingegen den Trend bei der Aufteilung auf die Geschlechter. "Fast die Hälfte waren Frauen. Hier zeigt sich durchaus, dass der BFD keine einfache Nachfolgeregelung des Zivildienstes ist, sondern sich zu einer Chance bürgerschaftlichen Engagements entwickelt", folgert der Caritasmitarbeiter. Auch dass die Zeitdauer des BFD individuell festgelegt werden kann, bewährt sich nach seiner Erfahrung: "Rund 60 Prozent entschieden sich bei uns, ihn entweder kürzer oder länger als ein Jahr lang zu leisten. Persönliche Lebensplanungen konnten also berücksichtigt werden."

"Jetzt darf es zu keinen administrativen Hindernissen kommen"

Dass es bayernweit zwischenzeitlich zu einem Einstellungsstopp für BFDler durch Engpässe bei den verpflichtenden Bildungsseminaren kam, bedauert Jakob Streller angesichts der Bedeutung und des großen Interesses an den Freiwilligendiensten. Auf Bewerber in der Diözese Eichstätt habe dies aber keine negativen Auswirkungen gehabt: "Erstens hatten wir die meisten letztes Jahr vor dem Einstellungsstopp und zweitens konnten wir danach vereinzelt Leute vermitteln, als andere aufhörten." Nun sei freilich zum Schuljahresende wieder mit mehr Nachfragen zu rechnen. "Jetzt darf es zu keinen administrativen Hindernissen kommen", warnt Streller.

Was die Vergütung betrifft, gibt es zwischen den verschiedenen Freiwilligendienstarten keinen Unterschied: "Jeder BFDler, FSJler und FÖJler erhält monatlich 594,20 Euro in Geld- oder Sachleistungen: 195 Taschengeld, 180,20 für Unterkunft sowie 219 für Verpflegung. Außerdem übernimmt die Einsatzstelle die Sozialversicherungsbeträge", informiert Jakob Streller. Dieser steht für Auskünfte gerne zur Verfügung: Tel. (08421) 50-975, E-Mail: jakob.streller@caritas-eichstaett.de. Interessierte können sich auch direkt an unter "www.caritas-eichstaett.de/freiwillige" genannte Einrichtungen wenden.


8. Über 726.000 Euro Spenden aus dem Bistum an Caritas international

Eichstätt, 29.06.2012. (pde) - Über 726.000 Euro Spenden sind im vergangenen Jahr aus dem Bistum Eichstätt an das Hilfswerk der deutschen Caritas "Caritas international" in Freiburg geflossen. Dies geht aus einer Statistik des Werkes hervor, die dem Caritasverband für die Diözese Eichstätt vorliegt. Danach wurden knapp drei Viertel dieser Summe von Menschen aus der Diözese allein für die Opfer der Dürre in Ostafrika und der Tsunami-Erdbeben-Reaktorkatastrophe in Japan aufgebracht: über 390.000 für Ostafrika und gut 145.000 für Japan.

Über 100.000 Euro kamen zudem der "zweckungebundenen Not- und Katastrophenhilfe" zugute. Diese Gelder werden beispielsweise abgerufen, wenn eine Katastrophe oder Krise eintritt und die konkrete Spendenwerbung erst anläuft. Darüber hinaus dienen diese Mittel "vergessenen Katastrophen", die nicht im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit stehen.

"Ich finde es lobenswert, dass immer wieder Menschen im Bistum sensibel auf humanitäre Katastrophen in anderen Ländern reagieren und Betroffenen finanziell helfen. Dafür bin ich sehr dankbar", so Caritasdirektor Rainer Brummer.


9. Orgelsommer im Eichstätter Dom startet

Eichstätt, 02.07.2012. (pde) — In den kommenden Wochen finden wieder die Orgelmatineen im Hohen Dom zu Eichstätt statt. Zahlreiche namhafte Organisten werden in diesem Jahr das Programm gestalten. Aufgrund der hervorragenden Resonanz der letzten Jahre werden sie auch in diesem Jahr samstags jeweils von 11.30 Uhr bis 12 Uhr angeboten. Die Zuhörer haben dabei für eine halbe Stunde Gelegenheit zur Meditation und können den Sakralraum im Zusammenspiel mit der Musik auf sich wirken lassen. Die Reihe beginnt am Samstag, 14. Juli, mit Filipe Veríssimo aus Portugal. Er ist derzeit Titularorganist und Kirchenmusikdirektor an der Lapa Kirche in Porto.

Auf Einladung des künstlerischen Leiters der Reihe, Domorganist Martin Bernreuhter, gastieren weitere renommierte Künstler im Eichstätter Dom: in den kommenden Wochen sind Stefan Schmidt, Domorganist in Würzburg, Marlene Hinterberger Honorarprofessorin an der Hochschule für Musik und Theater in München und Michael Routschka, Eichstätt, Interpreten. Weitere Organisten der diesjährigen Reihe sind: Frank Dillmann, Kantor an der Frauenkirche im Erzbistum Bamberg, Markus Eichenlaub, Domorganist in Speyer, Christoph Hauser, Dirigent der Symphonischen Orchesterschule München, Karl-Heinz Böhm, Kirchenmusiker im Erzbistum Bamberg, Alexandra Codreanu, Organistin an der Evangelischen Kirche Klarenthal in Saarbrücken, und Christian Heiß, Domkapellmeister in Eichstätt.

Programme sind am Eingang des Willibaldchores im Eichstätter Dom erhältlich. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, Spenden sind erwünscht. Konzertbesucher finden bis 11.30 Uhr Einlass im Vorraum zum Willibaldschor. Informationen über die Interpreten und Komponisten gibt es im Internet unter "www.eichstaetter-dommusik.de".


10. Katholische Morgenfeier mit Domvikar Kürzinger

Eichstätt, 02.07.2012. (pde) - "Übermalt und freigelegt — der überraschende Fund eines Christusbildes" lautet der Titel der Hörfunkansprache im Bayerischen Rundfunk. Domvikar Reinhard Kürzinger legt innerhalb der Katholischen Morgenfeier am Sonntag, 8. Juli, von 10.00 bis 10.30 Uhr, im ersten Hörfunkprogramm das Sonntagsevangelium aus, das von einem Besuch Jesu in seiner Heimatstadt und seiner Predigt in der Synagoge berichtet. Jesus macht dabei die bittere Erfahrung: "Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie."

Kürzinger geht dabei auch auf das "Volto Santo" von Weißenburg ein. In der dortigen ehemaligen Karmeliterkirche befindet sich ein knapp 700 Jahre altes Wandgemälde. Das Volto-Santo-Fresko (Bildnis vom göttlichen Antlitz) an der Nordwand des alten Chores geht auf das berühmte Gnaden- und Wunderbild Volto-Santo in Lucca (Italien) zurück.


11. Gottesdienst und Führung im Bistumshaus Schloss Hirschberg

Eichstätt, 29.06.2012. (pde) - Das Bistumshaus Schloss Hirschberg lädt am 8. Juli wieder zu einem "Sonntag in Schloss Hirschberg" ein. Es besteht die Möglichkeit, bei öffentlichen Führungen um 15.00 Uhr und 16.00 Uhr Architektur und Kunst des Schlosses Hirschberg kennen zu lernen. Qualitätvolle Architektur aus ganz unterschiedlichen Epochen verbindet sich im Bistumshaus der Diözese Eichstätt zu einem einmaligen Ensemble.

Um 18.00 Uhr beginnt dann in der Marienkapelle des Schlosses die abendliche Eucharistiefeier. Zelebrant ist Pfarrer Dr. Michael Kleinert. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von der Singgruppe Mikado aus Gimpertshausen mit neuen geistlichen Liedern.


12. Personalnachricht:


Prälat Andreas Risch wird 85

Eichstätt/Ingolstadt, 29.06.2012. (pde) — Zwanzig Jahre lang — von 1988 bis 2008 — war er die Stimme und das Gesicht des Bistums Eichstätt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Prälat Andreas Risch. Am 11. Juli feiert der ehemalige Hörfunkbeauftragte der Diözese Eichstätt und langjährige Ingolstädter Pfarrer und Stadtdekan seinen 85. Geburtstag.

Andreas Risch, geboren in Kaldorf, wurde am 29. Juni 1953 von Bischof Joseph Schröffer im Eichstätter Dom zum Priester geweiht. Nach verschiedenen Aufgaben in der Seelsorge des Bistums wurde er 1967 zum Kuraten von St. Christoph in Ingolstadt-Friedrichshofen ernannt und leitete nach ihrer Erhebung zur Pfarrei 1970 als Pfarrer die Gemeinde. Von 1986 bis 1998 war er zudem Stadtdekan von Ingolstadt. 25 Jahre war er Vorsitzender des Diözesan-Klerusvereins. Zum 1. Februar 2004 trat er als dienstältester aktiver Gemeindepfarrer im Bistum Eichstätt in den Ruhestand, übernimmt aber auch weiterhin Aufgaben in der Seelsorge.

Weit über die Grenzen des Bistums hinaus bekannt wurde Prälat Risch durch Fernsehgottesdienste aus seiner Ingolstädter Pfarrgemeinde St. Christoph und durch seine Hörfunkansprachen vor allem im Bayerischen Rundfunk. 2000 wurde ihm von Papst Johannes Paul II. der Titel "Kaplan Seiner Heiligkeit" (Monsignore) verliehen. 2009 verlieh ihm Papst Benedikt XVI. den Titel eines "Päpstlichen Ehrenprälaten". Prälat Risch ist auch Träger der Goldenen Bürgermedaille der Stadt Ingolstadt und des Marktes Gaimersheim.