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Kalenderwoche 51
16.12.2002

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    1. Solidarität mit Christen in Lateinamerika
    Bischof ruft zur Unterstützung der Aktion Adveniat 2002 auf

    2. „Wenn es diese Möglichkeiten nicht gäbe, wären viele verloren“
    Bischof Mixa überzeugte sich von Wichtigkeit der Caritas-Beschäftigungsbetriebe

    3. Weihnachten im Dom zu Eichstätt
    4. Reise zu sich selbst im Lotussitz
    Im Meditationshaus der Franziskaner in Dietfurt kommen stressgeplagte Menschen auf den Geschmack der Stille - jetzt wird das 25-jährige Jubiläum gefeiert

    5. Diözesanversammlung der Malteser Jugend: Neuer Jugendführungskreis
    Aktionsplan 2004 vorgestellt

    6. Hochamt zum Weihnachtsfest
    Bayerischer Rundfunk überträgt Gottesdienst aus Nürnberg/Maria am Hauch

    7. Literaturtipp:
    Caritasbuch über Flüchtlinge im Dekanat Herrieden erschienen
    Publikation enthält vielfältige Lebensgeschichten, Kochrezepte, Bilder und mehr



1. Solidarität mit Christen in Lateinamerika
Bischof ruft zur Unterstützung der Aktion Adveniat 2002 auf

Eichstätt, 16.12.2002. (pde) - Zu einer tatkräftigen Unterstützung der Kirche in Lateinameri-ka ruft der Bischof von Eichstätt, Dr. Walter Mixa, die Gläubigen seiner Diözese auf. Dass die Christen in Honduras und anderen Ländern Süd- und Mittelamerikas trotz ihrer eigenen Notsituation angesichts der Hochwasserkatastrophe in Deutschland in diesem Sommer be-achtliche finanzielle Unterstützung nach Deutschland sandten, sei für die Christen in Deutschland eine „doppelte Herausforderung“. Eindrucksvoll sei auf diese Weise deutlich geworden, dass die Armen zu teilen verstehen. Für Adveniat, die Weihnachtsaktion der deut-schen Katholiken, ist die Kollekte an Weihnachten bestimmt.
Lateinamerika selbst leidet große Not: Wirtschaftskrise und Inflation in Argentinien und Uruguay, Massenproteste in Venezuela, Gewaltakte in Kolumbien. Trotzdem habe die Men-schen die Katastrophe in Deutschland so bewegt, betont der Eichstätter Bischof in seinem Aufruf, der am 15. Dezember in den Gemeinden des Bistums verlesen wird.
Das Leitwort der diesjährigen Adveniat-Aktion der Deutschen Katholiken lautet „Gottes Wort lebt. Durch Dich!“ Es soll die Mitwirkung des Menschen am Heilswerk Gottes betonen. Für Adveniat wurden an Weihnachten 2001 im Bistum Eichstätt umgerechnet 1.107.779,62 Euro gespendet.


2. „Wenn es diese Möglichkeiten nicht gäbe, wären viele verloren“
Bischof Mixa überzeugte sich von Wichtigkeit der Caritas-Beschäftigungsbetriebe

Eichstätt/Ingolstadt, 12.12.02. (pde) - „Ich bin tief beeindruckt, wie sauber hier gearbeitet wird. Und darauf, wie sich das alles ausgeweitet hat, können Sie stolz sein.“ Dieses Fazit zog der Eichstätter Bischof, Walter Mixa, am Ende eines Besuches der Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt am Mittwochnachmittag. Sechs Jahre nach seinem ersten Besuch in dieser Caritaseinrichtung – seinerzeit kurz nach seinem Amtsbeginn in Eichstätt – lernte der Bischof vor allem die in den vergangenen Jahren neu hinzugekommenen Arbeits- und Wohn-stätten kennen: den gesamten Bereich des Caritas-Marktes mit angeschlossener Sperrmüll-sammelstelle in Gaimersheim, aber auch zum Beispiel die 1999 entstandenen Mietapparte-ments im ehemaligen Redemptoristenkloster in der Ingolstädter Telemannstraße.
Bei seinem Rundgang nahm sich der Bischof von Eichstätt viel Zeit für das Gespräch mit Lehrlingen, Beschäftigten, Mitarbeitern und Bewohnern: mit einem aus Afghanistan stam-menden Küchenangestellten genauso wie einem 72-jährigen Heimbewohner und Patienten oder einem jungen Beschäftigten in der Schlosserei, der dem Bischof nicht ohne Stolz ein Treppengestell aus Edelstahl demonstrierte, an dem er während seiner Arbeitsbeschaffungs-maßnahme (ABM) mitgewirkt hat. Menschliche Schicksale aufgrund von Arbeitslosigkeit, Familienzerrüttung oder Alkohol erfuhr Mixa ebenso wie positive Entwicklungen, etwa die des Caritas-Marktes. Marktleiter Alois Bortenhauser verdeutlichte dies dem Bischof mit folgenden Zahlen: An der Annahmestelle liefern jeden Tag rund 150 Ingolstädter Bürger Sperrmüll oder vielfältige noch brauchbare Gegenstände an. Rund 350 Kunden werden dort im Schnitt täglich an der Kasse gezählt. Und dafür sind etwa 30 Leute in Brot und Arbeit, mehr als doppelt so viele wie noch vor gut zwei Jahren.
„Wenn es die Möglichkeiten für die hier arbeitenden Leute nicht gäbe, wären viele verloren“, betonte Mixa die Bedeutsamkeit der Caritas-Beschäftigungsbetriebe. Es sei enorm wichtig, dass Kirche auf diese Art und Weise in die Gesellschaft einwirkt. Einrichtungsleiter Anton Frank bat den Bischof darum, sich gerade angesichts zunehmender finanzieller und rechtli-cher Schwierigkeiten für Menschen stark zu machen, die arbeiten wollen, aber auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben. Frank berief sich dabei auf den Trierer Bischof Reinhard Marx, der vor kurzem kritisiert hatte, dass solche Menschen im „Hartz-Papier“ nicht vorkämen: „So selbstverständlich, wie es heute den zweiten Arbeitsmarkt für Behinderte gibt, brauchen wir einen dritten Arbeitsmarkt, der die Beschäftigung von sozial Schwachen und Benachteiligten mit sinnvoller Arbeit sicherstellt“.
Frank zeigte sich erleichtert, dass die vor kurzem zunächst gestrichene Jugendquali-ABM in seiner Einrichtung nun doch wieder vom Arbeitsamt bewilligt worden ist. Seit 1. Oktober nehmen an diesem „Berufsfindungsjahr“ 24 schwer vermittelbare Jungen und Mädchen teil. Zur selben Zeit begann in Kooperation mit der Kolping Akademie Ingolstadt für 15 junge Spätaussiedler ein Kurs „Deutsch durch Praxis“. In den Caritas-Beschäftigungsbetrieben absolvieren sie darin an zwei Tagen der Woche eine Art „Schnupperlehre“. Ein Praktikum von einem Jahr innerhalb jeweils einer Werkstatt durchlaufen zudem zehn junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren, denen die städtische Tochtergesellschaft zur Vermittlung ar-beitsloser Sozialhilfeempfänger „IN-Arbeit“ den Weg in die Caritaseinrichtung gebahnt hat.


3. Weihnachten im Dom zu Eichstätt

Eichstätt. (pde) – Mit festlichen Gottesdiensten wird im Dom zu Eichstätt das Hochfest der Geburt Jesu begangen.
Bei der Christmette am Heiligen Abend um 22.30 Uhr ist Bischof Dr. Walter Mixa der Ze-lebrant und Prediger. Der Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Christian Heiß singt die „Orgelsolomesse KV 259“ von W.A.Mozart, „Adeste fideles“ von David Willcocks, „Kommet, ihr Hirten“ von Christian Heiß und „Heilige Nacht“ von Friedrich Reichardt.
Um 16.30 Uhr wird im Dom die Kinderchristmette gefeiert. Die Jugendkantorei und Vorchö-re des Eichstätter Domchores singen die Gesänge zur Kinderchristmette für Chor, Flöte, Cello und Orgel von Wolfram Menschick. Bereits um 15.00 Uhr ist die Weihnachts-Kinderkirche im Dom.
Am „Hochfest der Geburt des Herrn“, dem ersten Weihnachtsfeiertag, zelebriert Bischof Mixa um 9 Uhr den Festgottesdienst. Der Domchor singt die Missa „Ich stund an einem Morgen“ von Jakobus Gallus, „Hodie Christus natus est“ von J.P. Sweelinck und „O mag-num mysterium“ von Francis Poulenc. An der Orgel ist Domorganist Martin Bernreuther. Er spielt zum Auszug das Orgelnachspiel „Finale aus der VI. Orgelsymphonie“ von Charles-Marie Widor.
Eine Pontifikalvesper zum Weihnachtsfest um 17 Uhr wird von der Männerschola des Dom-chors mitgestaltet.
Jahresabschlussfeier im Dom
Die Jahresabschlussfeier am 31. Dezember mit Predigt von Bischof Walter Mixa ist um 17.00 Uhr im Dom. Der Domchor singt „Himmel und Erde“ (Christian Ridil) und „Es ist ein Ros entsprungen“ (Michael Praetorius). Zum Auszug spielt Martin Bernreuther an der Dom-orgel „Toccata und Fuge d-moll BWV 565“ von J. S. Bach.


4. Reise zu sich selbst im Lotussitz
Im Meditationshaus der Franziskaner in Dietfurt kommen stressgeplagte Menschen auf den Geschmack der Stille - jetzt wird das 25-jährige Jubiläum gefeiert

Dietfurt, 11.12.02. (pde) - Aus ganz Europa reisen stressgeplagte Menschen nach Dietfurt im Altmühltal, um Ruhe zu finden. Im Zen-Meditationshaus der Franziskaner lernen die Kursteilnehmer Methoden, wie sie den Alltagsärger abschütteln können. Im Gegensatz zu anderen Klöstern mit vielen unterschiedlichen Kursangeboten steht in Dietfurt die Meditation im buddhistischen Za-Zen-Stil im Mittelpunkt des Kursangebotes. „Die Meditation ist ein Prozess des Loslassens. Es ist eine Reinigung von all dem Schutt und Stress, den wir in uns haben“, erläutert Pater Johannes Messerer (48), der Leiter des Meditationshauses. Am 27. Dezember feiert das Haus sein 25-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wird Bischof Walter Mixa am 26. Dezember um 10 Uhr in dem Franziskanerkloster einen Festgottesdienst zeleb-rieren.
Ein Stück Japan im Altmühltal - diesen Eindruck haben die Kursteilnehmer oft, wenn sie zum ersten Mal das Kloster betreten. Sie laufen auf Socken über maisgelben Sisal in die Zen-Halle. Im lichterfüllten Atrium wurde ein Zen-Gärtchen mit Bonsai-Kiefer angelegt. Die Kursteilnehmer erhalten in dem Kloster seriöse Anleitung für eine abenteuerliche Reise: für eine Reise zu sich selbst. „Es ist ein Nichtstun“, so beschreibt Pater Johannes die Meditati-onsübungen. „Die Gedanken sind da, aber man hakt nicht ein. Im Gegenteil, man lässt sie los.“ Man sitzt im Lotussitz auf einem Hocker oder einem Kissen. Mit dem ruhigen, gelösten Sitzen sollen sich auch die Gedanken setzen.
Jährlich kommen rund 2000 Menschen zu 50 Kursen. Die Teilnehmer sind zwischen 25 und 80 Jahre alt. Es reisen Katholiken und Protestanten nach Dietfurt, aber auch Menschen aus anderen Religionen und solche, die mit der Kirche überhaupt nichts am Hut haben. Bei den Übungen geht es am Anfang um das aufrechte Sitzen und das Fließen des Atems. Körper, Atem und Geist werden neu geordnet. „Jeder Mensch hat sein mystisches Existenzpotential“, ist Pater Johannes überzeugt. „Wir bieten an, dieses Potential zur Entfaltung zu bringen.“
Sechs mal am Tag trifft man sich im Za-Zen-Einführungskurs jeweils 20 Minuten zur Medi-tation in der Halle. Dazwischen schreiten die Kursteilnehmer in Socken durch die hellen Wandelgänge. Dann geht jeder wieder auf seinen Platz in der Halle, richtet Kissen oder Bänkchen zurecht bis ein Gong ertönt - das Zeichen für die nächste Runde gemeinsamen Schweigens. Nichtstun kann anstrengend sein, oft werden die Füße taub vom langen Sitzen.
Eine Regel ist für viele Gäste gewöhnungsbedürftig: Während der gesamten Kurswoche herrscht durchgehend Schweigen. Nicht einmal beim Essen wird geredet. „Im Alltag ist Kommunikation sehr wichtig“, erläutert der Leiter des Meditationshauses. „Doch bei uns soll man nicht nach außen gehen, sondern nach innen. Man soll ganz bei sich sein. Erst dann erkennt man, dass Schweigen eine Hochform der Kommunikation ist.“ Freilich treffe das manchen Teilnehmer, der zum ersten Mal in Dietfurt ist, sehr hart. „Die Leute sind es nicht gewohnt. Der äußere und innere Lärm sitzt tief in uns.“ Das Schweigen könne Aggressionen wecken und sehr beklemmend sein. „Mancher sucht in solchen Situationen den Autoschlüssel und überlegt, ob er nicht schnell wegfährt. Aber wenn er mal durch ist, dann kommt er auf den Geschmack der Stille.“ Viele kehren nach dem Einführungskurs immer wieder nach Dietfurt zurück.
Der Ursprung des Hauses liegt in der Meditationsbewegung der 70er Jahre. Als Gegenbewe-gung zur 68er-Generation, die die Gesellschaft radikal verändert wollte, entstand eine spiritu-elle Suchbewegung. Die Elemente der Hippiebewegung gelten bis heute als der Ursprung der Meditationsbewegung, die Sehnsucht nach Ganzheit, nach kosmischer Kommunikation. Reisen nach Indien oder Japan waren „in“. Die bayerische Franziskanerprovinz wollte ein Gegengewicht setzen und stellte das 300 Jahre alte Kloster für einen Meditationsweg zur Verfügung, der aus dem Buddhismus kommt.
Die zen-buddhistische Methode wird in Dietfurt in den christlichen Glauben eingebunden. „Wir sind ein Teil der Kirche, die sich hier für jedermann öffnet.“ Eine abendliche Euchari-stiefeier gehört zum Angebot des Klosters. Erstaunlich viele Kursteilnehmer gehen hin, beobachtete Johannes Messerer. „Viele versöhnen sich dort, wo der Mensch mit Socken oder bloßen Füßen zur Kommunion geht, mit ihrem Glauben.“ Für den 48-Jährigen ist es ganz wichtig, dass der Gast im Kloster nicht die Bodenhaftung verliert und in Ekstase gerät: „Die Meditationsübungen sollen nicht abgehoben sein, sondern ganz konkret im Alltag weiterhel-fen. Ziel ist, dass ich das, was ich zu tun habe, mit voller Präsenz tun kann.“ Eine solide Anleitung ist wichtig, damit die Übungen im Alltag weitergeführt werden können. Zehn oder 20 Minuten am Tag seien ideal. „Der Mensch braucht Rhythmen der Ruhe, vor allem in Lebensübergängen - etwa in der Midlife-Crisis oder wenn Entscheidungen anstehen. Dann ist es ganz wichtig, die innere Stimme zu hören.“


5. Diözesanversammlung der Malteser Jugend: Neuer Jugendführungskreis
Aktionsplan 2004 vorgestellt

Eichstätt, 11.12.02. (pde) – Ein neues Führungsteam hat die Malteser Jugend in der Diözese Eichstätt. Auf Burg Hoheneck bei Nürnberg wählten die 32 Delegierten aus der ganzen Diö-zese Eichstätt Monika Meier (Pfünz) zur neuen Jugendsprecherin und Helga Straßer (Eich-stätt-Landershofen) zu ihrer Stellvertreterin. Zum neuen Jugendführungskreis gehören ferner Kathrin Köfer aus Aurach sowie Kristin Schreiber aus Hitzhofen. Jugendseelsorger bleibt weiterhin Pfarrer Anton Schatz aus Nürnberg. Als Vertreter des Erwachsenenverbandes fungiert weiterhin Peter Hoyer (Ingolstadt). Ausgeschieden sind Wolfgang Freytag aus Ingol-stadt sowie Stephan Murböck aus Pfünz.
Bei der Diözesanversammlung am vergangenen Wochenende wurde ferner der Aktionsplan 2004 vorgestellt als „roter Faden“ für die Jugendarbeit der Malteser. Neben dem diesjährigen Schwerpunkt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird für 2003 und 2004 die Neugewinnung von Gruppenleitern sowie der Übertritt der Jugendlichen in den Erwachsenenverband mit Erarbeitung von Konzepten forciert. In Kleingruppen, die sich jeweils aus den Jugendspre-chern der Ortsgliederungen und den Delegierten zusammensetzten, wurden Ideen zur Umset-zung des Aktionsplans gesammelt und im Plenum für die weiterführende Arbeit des Diöze-sanjugendführungskreises vorgestellt.


6. Hochamt zum Weihnachtsfest
Bayerischer Rundfunk überträgt Gottesdienst aus Nürnberg/Maria am Hauch

Eichstätt/Nürnberg. (pde) – Aus der Pfarrkirche Maria am Hauch in Nürnberg überträgt der Bayerische Rundfunk in seinem ersten Programm am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. De-zember, live einen Gottesdienst. Pfarrer Anton Schatz zelebriert die Eucharistiefeier. Der Gottesdienst wird vom Kirchenchor unter der Leitung von Willibald Baumeister musikalisch gestaltet. Die Übertragung beginnt um 9.00 Uhr.


7. Literaturtipp:

Caritasbuch über Flüchtlinge im Dekanat Herrieden erschienen
Publikation enthält vielfältige Lebensgeschichten, Kochrezepte, Bilder und mehr

Eichstätt, 12.12.02. (pde) - „Wie man sich fühlt, wenn...“ lautet der Titel eines gut 100 Seiten umfassenden neuen Buches über Flüchtlinge im Dekanat Herrieden, das die Caritas-Kreisstelle und das Dekanat vor wenigen Tagen gemeinsam herausgegeben haben. Das Buch enthält überwiegend Beiträge von Flüchtlingen selbst: Erfahrungsberichte über die Situation in ihren Herkunftsländern, ihre Flucht und ihr Leben in Deutschland, aber auch zahlreiche Kochrezepte über die Zubereitung typischer Gerichte in ihrer Heimat, das „Vater unser“ in ihren Sprachen, Kindergebete und –lieder, Märchen, Witze, kulturelle Eigenheiten und vieles mehr. Ergänzt werden diese mit Daten und Informationen über Länder von Armenien bis Senegal sowie Hintergrundberichte von deutschen Mitarbeitern in der Flüchtlingsarbeit in diesem Dekanat: von einem Interview mit einer Flüchtlingsfrau aus Aserbaidschan über die Arbeit eines Zivildienstleistenden, die Entstehung kultureller Missverständnisse, die Situation von Christen in islamischen Staaten bis hin zu einer Chronologie der Caritas-Flüchtlingsarbeit im Dekanat Herrieden. Die Titelseite zeigt sechs unterschiedliche erwar-tungsvolle Kindergesichter aus der Gemeinschaftsunterkunft Dietenhofen.
Die Konzeption und Redaktion des Buches im handlichen Format von 21 x 21 Zentimetern, das derzeit mit einer Auflage von 1.000 Stück vertrieben wird, haben die für Flüchtlingsar-beit zuständige Caritas-Mitarbeiterin Ulrike Sterner und Kreisstellenleiter Norbert Kresta übernommen. Ulrike Sterner hat zusammen mit der Praktikantin Stefanie Fuchshuber die einzelnen Beiträge und Fotos gesammelt und zusammengestellt. „Ich wollte schon seit vielen Jahren einmal aufbereiten, wie wir hier mit Flüchtlingen zusammenarbeiten – und dies mit den Betroffenen gemeinsam. Vielleicht kann das Buch eine Art Brückenschlag zwischen Kulturen werden“, erklärt und hofft Ulrike Sterner. Die Buchkäufer ermuntert sie ausdrück-lich dazu, auch einmal die abgedruckten Rezepte auszuprobieren, denn diese „wollen zu einer kulinarischen Weltreise einladen. Verstehen geht durch den Magen: In diesem Sinne können Essgewohnheiten anderer Länder Interesse und Verstehen anderer Sitten und Kulturen för-dern“, schreiben Ulrike Sterner und Norbert Kresta in ihrem Vorwort.
Die Erstellung des Buches wurde mit Spenden vieler Pfarreien im Dekanat Herrieden vorfi-nanziert. Ein Exemplar kostet 6,- EUR zuzüglich Porto. Das Buch, das sich als Weihnachts-geschenk eignet, kann bezogen werden bei der Caritas-Kreisstelle Herrieden, Deocarplatz 3, 91567 Herrieden, Tel. (09825) 92388-0, Fax (09825) 92388-88, E-Mail: kreisstel-le.herrieden@caritas-eichstaett.de .
Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen der Caritas-Flüchtlingsarbeit im Dekanat Herrie-den zugute. Mit ihnen soll unter anderem die Produktion eines Videos über diese Arbeit finanziert werden.

Redaktion: Pressestelle