

Pressedienst
Kalenderwoche
50
09.12.2002
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1. Weiterentwicklung der Seelsorge im Bistum Eichstätt
Seelsorgeeinheiten sollen Zukunftsfähigkeit sichern
2. Weihnachtspost vom Bischof geht in alle Welt
Im Päckchen an die Missionare steckt auch eine CD mit Glockengeläut des Eichstätter Doms
3. Pilgerreisen nach Kleinasien und Irland, Rom und Lourdes
Im Diözesan-Pilgerbüro sind auch Geschenkgutscheine erhältlich
4. Sechs Caritas-Sozialstationen im Bistum führen Qualitätsmanagementsystem ein
Verbesserung bei Planung und Leistungen im Pflegebereich
5. „Kindern ein Zuhause geben“
In den Pfarreien laufen die Vorbereitungen für die Sternsingeraktion 2003 an
6. Caritas: Südafrika braucht Hilfe
Mehr als 14 Millionen Menschen droht Hungerkatastrophe
7. Mitarbeiter des Bistums wählen Vertrauenspersonen
Vertretung der Jugendlichen und der Behinderten
8. Katholische Morgenfeier mit Dr. Michael Kleinert
Eichstätter Diözesanpriester spricht im Rundfunk
9. Personalnachrichten:
- Pfarrer Josef Handl geht in den Ruhestand
- Dr. Alexander Pytlik neuer Seelsorger in Buchenhüll
10. Veranstaltungshinweise:
- Weihnachtskonzert des Eichstätter Domchores
- Fußwallfahrt der KLB am 21. Dezember
- Pontifikalgottesdienst am 9. Dezember
- Besinnungstage nach Weihnachten für Ministranten
11. Literaturtipps:
- Im Franz-Sales-Verlag erschien eine aktuelle Biographie des Ordensgründers
- Eigenwillige CD-Einspielung zum Jahr der Bibel
1. Weiterentwicklung der Seelsorge im Bistum Eichstätt
Seelsorgeeinheiten sollen Zukunftsfähigkeit sichern
Eichstätt, 03.12.2002. (pde) – In etwa 50 Seelsorgeeinheiten werden in Zukunft die 263 Pfarreien des Bistums Eichstätt zusammenarbeiten. Die Diözesanleitung verspricht sich von der Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden Synergieeffekte, die Möglichkeit eines differenzierteren seelsorglichen Angebots, eine bessere Begleitung von Ehrenamtlichen und Multiplikatoren, zugleich aber auch eine Entlastung für die Pfarrer. Darüber hinaus soll die Kooperation mehrerer Pfarrgemeinden gewährleisten, dass auch langfristig sonntägliche Eucharis-tiefeiern am Ort möglich sind und die gewachsene Tradition örtlichen religiösen Lebens erhalten bleibt.
Die Bildung von Seelsorgeeinheiten soll nach den Worten von Generalvikar Johann Limbacher schließlich die Zukunftsfähigkeit sichern und einer Qualitätssteigerung der Seelsorge dienen. Damit soll gewährleistet werden, „dass die Seelsorge nicht nur auf eine sakramentale Grundversorgung reduziert wird, sondern darüber hinaus in einem überschaubaren Lebensraum durch eine gegenseitig abgesprochene und sich einander ergänzende Praxis die Menschen noch mehr in ihren Lebensvollzügen unterstützt werden“, so Bischof Walter Mixa.
Die Vorgabe der Eichstätter Diözesanleitung, welche Pfarreien in Zukunft in verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten sollen, wurde bei den Pastoralkonferenzen im November mit Priestern, hauptamtlichen aber auch ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem gesamten Bistum diskutiert. In einer abschließenden Umfrage beurteilten 97 Prozent der Konferenzteilnehmer das Anliegen, in Seelsorgeeinheiten strukturiert zusammenzuarbeiten, positiv. Bis 6. Dezember besteht noch die Möglichkeit, sich schriftlich zu der vorgegebenen Zusammensetzung von Seelsorgeeinheiten zu äußern. Mit Jahresbeginn 2003 wird Bischof Walter Mixa die Seelsorgeeinheiten verbindlich einrichten. Bis Jahresende 2003 haben die Pfarreien in einer Seelsorgeeinheit dann Gelegenheit, sich für eine von vier unterschiedlich intensiven Formen der überpfarrlichen Zusammenarbeit zu entscheiden. In einem weiteren Schritt werden die in einer Seelsorgeeinheit Zusammenwirkenden dann besprechen, welche Schwerpunkte sie setzen und konkrete Kooperationsvereinbarungen treffen.
Die Einrichtung von Seelsorgeeinheiten im Bistum Eichstätt geht auf einen mehr als 10-jährigen Diskussionsprozess unter besonderer Einbeziehung der Dekanate zurück. Kriterien für die Schaffung der Seelsorgeeinheiten sind unter anderem kommunale Zusammengehörigkeit, Einzugsgebiet von Schulen, Laufwege der Menschen und das Vorhandensein caritativer und sozialer Einrichtungen.
Gerade die Berücksichtigung dieser Kriterien verhindert allerdings in dem einen oder anderen Fall „glatte Lösungen“, so Generalvikar Limbacher. Denn nicht immer fügen sich all diese Gesichtspunkte harmonisch ineinander. Nicht beabsichtigt ist – sofern es die Beteiligten nicht ausdrücklich anders wünschen – Pfarrgemeinden zusammenzulegen oder aufzulösen. In einer Seelsorgeeinheit sollen mindestens zwei Pfarrer, gegebenenfalls weitere Priester, Diakone und hauptamtlich Tätige in Pastoralteams mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammenwirken.
2. Weihnachtspost vom Bischof geht in alle Welt
Im Päckchen an die Missionare steckt auch eine CD mit Glockengeläut des
Eichstätter Doms
Eichstätt, 09.12.2002. (pde) - Sie arbeiten in allen Ecken der Welt, helfen in Krankenhäusern, auf der Straße und versuchen, die Armut zu lindern: Die über 100 Missionarinnen und Missionare, Priester, Ordensleute und Entwicklungshelfer aus der Diözese Eichstätt, die in Afrika, Asien, Südamerika und den USA tätig sind. Pünktlich zu Weihnachten bekommen sie Post aus der Heimat. In dem Weihnachtspäckchen stecken neben dem Brief des Bischofs die kürzlich erschienene CD mit dem neu arrangierten Glockengeläut des Eichstätter Doms und zwei Schreiben aus dem Referat Weltkirche des Bischöflichen Ordinariats.
Flutkatastrophe und die aktuelle Situation in Afghanistan - diese beiden Ereignisse würdigt Bischof Walter Mixa in seinem Weihnachtsbrief besonders. Über die Flutkatastrophe in Sachsen und Sachsen-Anhalt schreibt er an die Missionare: „Die Hilfsbereitschaft gerade junger Menschen unseres Landes, aber auch aus allen Teilen der Welt, war rührend und ein großartiges Hoffnungszeichen.“ Auch über Afghanistan kann der Militärbischof trotz der schwierigen politischen Lage etwas Positives berichten: „In den Menschen keimt ein Auf-bauwille, der uns erstaunen lässt. Diese Kraft zum Guten im Menschen lässt sich gottlob kaum besiegen.“ Mixa erzählt von seinem Aufenthalt in Afghanistan: „Die Eindrücke dort haben mich aus zweifacher Hinsicht tief bewegt. Menschen unterschiedlicher Volksgruppen, verschiedener Völker und Nationen, leider auch immer wieder verschiedene religiöse Gruppierungen verbreiten Hass, Ungerechtigkeit und Feindschaft. Oftmals stehen wir machtlos vis a vis und können nur durch Androhung von Gewalt einen einigermaßen friedlichen Status herbeiführen. Gleichzeitig verursachen diese Kriege eine unvorstellbare Armut.“ In dem einst blühenden und kulturell hoch entwickelten Land sei so gut wie alles am Boden zerstört. Mixa dankt den Missionaren „mit hoher Achtung“ für ihre Arbeit, die mit „riesigen Herausforde-rungen“ verbunden sei.
Prof. Dr. Bernhard Mayer, Bischöflicher Beauftragter für die Angelegenheiten der Weltkirche, befasst sich in seinem Brief mit der Entwicklung der Kirche in Osteuropa ein. „Durch meine langjährigen, intensiven wissenschaftlichen Aufenthalte bin ich mit der Lage in unterschiedlichen Gegenden Russlands sehr gut vertraut und warne deshalb vor allzu ungenauer Pauschalierung“, schreibt Mayer an die Missionare. „Wir werden in unserer Zusammenarbeit mit den gemäßigten Kräften der Orthodoxie fortfahren und natürlich in besonderem Maße die katholische Kirche in Osteuropa in ihrer Arbeit unterstützen.“ Die Begegnung mit Missionaren auf Heimaturlaub bezeichnet Mayer als „herausragendes Erlebnis“. Durch die vielen interessanten Berichte bekomme man einen sehr guten Einblick in ihr Wirken.
Auch Gerhard Rott, der Referent für Weltkirche, geht in seinem Brief auf die gegenwärtige globale Lage ein. „Trotz extremer militärischer Bemühungen scheint es nicht gelungen zu sein, den Terrorismus zu besiegen. Im Gegenteil, immer neue Anschläge auf die unterschiedlichsten Ziele lassen die Verunsicherung in der Bevölkerung wachsen.“ So sei sogar vor Anschlägen auf bayerischen Weihnachtsmärkten gewarnt worden. „Schneller und in einer nicht erwarteten Art und Weise haben uns die Folgen der extremen Gegensätze dieser Welt auch in der Heimat erreicht.“ Er hoffe, dass die Angst der Menschen nicht die Offenheit für die Probleme der Welt und der Weltkirche zurückgehen lasse. Rott berichtete von seinem Aufenthalt im indischen Poona, wo er mit Bischof Valerian D’Souza das 25-jährige Jubiläum der Bischofsweihe feierte. D’Souza hat unter anderem in Eichstätt studiert. Die institutionelle Präsenz der katholischen Kirche in Poona habe ihn tief beeindruckt, so Rott. „Neben vielen Schulen und Pfarrzentren wird jetzt auch ein Aids-Krankenhaus gebaut, ein Witwenheim sowie ein Behindertenheim sind schon errichtet und gut belegt.“
3. Pilgerreisen nach Kleinasien und Irland, Rom und Lourdes
Im Diözesan-Pilgerbüro sind auch Geschenkgutscheine erhältlich
Eichstätt, 06.12.2002. (pde) - „Glanzlichter des Glaubens im Burgund“, eine Rundreise zu den großen Wallfahrtsorten Italiens und eine Pilgerreise auf den Spuren der Apostel durch Kleinasien gehören zu den Höhepunkten, die das Pilgerbüro der Diözese Eichstätt im kommenden Jahr anbietet. Für die einzelnen Angebote können auch Geschenkgutscheine im Pilgerbüro erworben werden.
Die Busreise durch Burgund führt zu großartigen Zeugen der Kirchenbaukunst. Bauprogramm und Bauplastik geben Einblick in die Weltsicht und das Bibelverständnis des Mittelalters. Stationen der Reise, die von 26. Oktober bis 1. November 2003 dauert, sind Dijon mit seiner Kathedrale, Beaune mit der romanischen Kapitelkirche Notre-Dame und die ökumenische Gemeinschaft in Taizé. Abstecher zum Mutterkloster der Zisterzienser in Citeaux und zum Benediktinerkloster Cluny, einem geistigen Zentrum des Mittelalters, gehören zum Programm. Auch eine Weinprobe im berühmtesten Weingut Burgunds, Clos de Vougeot, das einst von Äbten geführt wurde, wird angeboten.
Die zehntägige Pilgerrundreise durch Italien beginnt am 23. Mai. Zunächst geht es nach Assisi. In der Geburtsstadt des heiligen Franziskus stehen Besichtigungen der Basilika S. Francesco und ein Besuch am Grab der heiligen Klara an. Vier Tage sind für Rom reserviert, wo die schönsten antiken Stätten, malerische Plätze in der Innenstadt, Heilige Stiege und Petersplatz mit Petersdom besichtigt werden. Weitere Höhepunkte sind San Giovanni Rotondo mit einem Besuch der Grabstätte des seligen Padre Pio und eine Visite in Manoppello. Dort ist das kürzlich wiederentdeckte Schleiertuch ausgestellt, das als Schweißtuch der heiligen Veronika verehrt wird.
„Den Aposteln folgend durch Kleinasien“, so ist die Flugreise in die Türkei überschrieben, die von 27. September bis 4. Oktober dauert. Im Mittelpunkt steht Ephesus, wo sich der Apostel Paulus während seiner Missionsreisen immer wieder aufhielt. Aber auch Istanbul, Bursa und Milet werden angesteuert. Die Ruinenstadt Laodikeia, wo eine der sieben ältesten christlichen Gemeinden Kleinasiens angesiedelt war, wird ebenfalls besichtigt.
Nach Irland, der „Insel der Mönche und Heiligen“, geht es vom 2. bis 9. August bei einer Flugreise. Frühchristliche Eremitagen, Klosteranlagen, Herrensitze und Burgen stehen dort auf dem Besichtigungsprogramm. In Dublin besuchen die Pilger die Universität mit ihrer einzigartigen Sammlung wertvoller alter Handschriften.
Nach Lourdes im Süden Frankreichs führen zwei Pilgerreisen. Die Flugreise vom 5. bis 9. Juni startet in München, die Flugreise vom 9. bis 13. Oktober in Nürnberg. Zum Programm gehören die Teilnahme an den Andachten in der Grotte, ein Besuch der Erinnerungsstätten an Bernadette, die Teilnahme an den Lichterprozessionen und am Gottesdienst in der größten unterirdischen Basilika der Welt, die bis zu 25. 000 Pilgern Platz bietet.
Der Besuch der Gedenkstätten, Ausflüge an den Atlantik und ein Spaziergang durch die malerische Altstadt von Coimbra werden im Rahmen einer Reise nach Fatima in Portugal angeboten. Sie findet vom 11. bis 17. Mai statt. Besichtigt werden auch die Geburtshäuser der drei Hirtenkinder, die vor 85 Jahren von der Erscheinung der Gottesmutter berichtet hatten. Naturfreunde können außerdem durch den großartig angelegten Naturpark mit tropischer Vegetation in Bucaco wandern.
Eine dreitägige Busreise führt vom 27. bis 29. Juni zu den Wallfahrtsstätten in Oberschwaben (Kloster Weingarten und Wallfahrtskirche Birnau) und an den Bodensee. Ebenfalls mit dem Bus geht es vom 19. bis 21. September zum Apostelgrab in Trier. Auf dem Programm stehen auch eine Stadtbesichtigung, eine Fahrt entlang der Mosel und eine abendliche Weinprobe.
Die Leitung der Reisen hat Domvikar Reinhard Kürzinger. Da erfahrungsgemäß viele der Fahrten sehr frühzeitig ausgebucht sind, empfiehlt das Pilgerbüro, sich umgehend anzumelden. Beratung und Anmeldung gibt es beim Diözesan-Pilgerbüro Eichstätt, Marktplatz 4. Tel. (08421) 900-3900, Fax (08421) 900-3699, E-Mail: pilgerbuero@bistum-eichstaett.de. Weite-re Informationen auch im Internet unter „www.bistum-eichstaett.de/pilgerbuero/“.
4. Sechs Caritas-Sozialstationen im Bistum führen Qualitätsmanagementsystem ein
Verbesserung bei Planung und Leistungen im Pflegebereich
Eichstätt, 05.12.2002. (pde) - Sechs weitere Caritas-Sozialstationen im Bistum Eichstätt haben vor einigen Tagen das Qualitätsmanagementsystem im Pflegebereich eingeführt, das die Norm DIN EN ISO 9001:2000 erfüllt. Die Stationen in Nürnberg, Ingolstadt, Neumarkt, Monheim, Schwabach und Wemding folgten damit der Sozialstation Gaimersheim, die nach diesem System bereits seit eineinhalb Jahren arbeitet.
Seit April 2001 haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sechs Stationen gemeinsam mit der Sozialstation Kösching (Bistum Regensburg) zahlreiche Schulungen und Arbeitssitzungen absolviert, in denen sie ein eigenes Handbuch mit besonderen Qualitätsstandards erarbeitet haben. Damit sollen vor allem in der Pflegeplanung und Leistungsdokumentation konkrete Verbesserungen erzielt werden: zum Beispiel, dass sich Mitarbeiterinnen gemeinsam bei Fortbildungen neue Erkenntnisse aneignen, um diese dann auch einheitlich anzuwenden, damit etwa bei Wundversorgung keine unterschiedlichen Präparate und Materialien verwendet werden. Auch werden Schwestern auf ihren Touren – die bisher oft „Einzelkämpferinnen“ sind - häufiger von Kolleginnen begleitet, um festzustellen, wie gut die Qualität ihrer Pflege sowie wie lückenlos ihre Dokumentation für die Kranken- und Pflegekassen ist. Die Standards sehen auch vor, bereits bei der Aufnahme von Patienten Informationen über diese so genau zu erfassen, dass sich die Pflegerinnen frühzeitig ein gutes Bild machen können.
In Arbeitsgruppen, die in allen sieben Stationen eingerichtet worden sind, wird in regelmäßigen Abständen nun erörtert, wie die Standards umgesetzt und weiter verbessert werden können. Geplant ist zum Beispiel, dass Patientenbefragungen durchgeführt werden, deren Auswertung zu weiteren neuen Unternehmenszielen führt: möglicherweise auch zum Angebot neuer Dienstleistungen wie „Essen auf Rädern“. Mit allen diesen Prozessen wollen die Sozi-alstationen grundsätzlich die Transparenz und Wirksamkeit ihrer Arbeit erhöhen. Ab Februar werden sich weitere Caritas-Sozialstationen im Bistum einem knapp zweijährigen Prozess zur Einführung des Qualitätsmanagementsystems unterziehen.
5. „Kindern ein Zuhause geben“
In den Pfarreien laufen die Vorbereitungen für die Sternsingeraktion 2003 an
Eichstätt, 04.12.2002. (pde) - Sie wohnen in allen Winkeln der Erde, sind jung und brauchen Hilfe: Kindersoldaten aus Kongo, Straßenkinder aus Indien, Buben und Mädchen aus Thailand. Sie alle sind die Adressaten der Sternsingeraktion 2003. Die Vorbereitungen dafür laufen in den Pfarreien schon jetzt an. Mit einem Weihnachtsbrief wendet sich der Jugendpfarrer der Diözese, Josef Funk, an die jugendlichen Sternsingerinnen und Sternsinger und beschreibt darin die Hilfsprojekte: „Ich habe selbst gesehen, wo behinderte und von Eltern verlassene Kinder betreut werden und wie wichtig es ist, sauberes Wasser zu bekommen.“
Über 3000 Projekte können jedes Jahr in 100 Ländern unterstützt werden. Schwerpunkt der Sternsingeraktion 2003 ist Chile. Das Motto lautet „Kindern ein Zuhause geben.“ Im vergangenen Jahr kamen im Bistum Eichstätt insgesamt 682.940 Euro zusammen. Das gesammelte Geld wird aufgeteilt: Die eine Hälfte des Geldes bekommt Bischof Valerian D’Souza aus der indischen Partnerdiözese Poona. Jugendpfarrer Josef Funk: „Von Bischof Valerian weiß ich, dass er Kinder von den Straßen und Bahnhöfen holt, um ihnen eine ordentliche Mahlzeit, ein Bett, ein Dach über dem Kopf und Menschen, die sich um sie kümmern, zu geben.“
Die andere Hälfte des Geldes der Sternsingeraktion geht an das Päpstliche Missionswerk der Kinder mit Sitz in Aachen. Die Hilfsorganisation bekommt jedes Jahr über 3000 Briefe mit der Bitte, Kindern zu helfen. Fachleute, die die Situation vor Ort kennen, prüfen die Anträge und geben dann das Geld weiter. Unterstützt werden weltweite Projekte, wie zum Beispiel die Ausbildung und Verpflegung von Kindern in Thailand und Chile, die Rückführung von Kindersoldaten aus Afrika oder die medizinische Versorgung von Aids-Infizierten in Indien.
6. Caritas: Südafrika braucht Hilfe
Mehr als 14 Millionen Menschen droht Hungerkatastrophe
Eichstätt, 03.12.2002. (pde) - Zum zweiten Mal seit August ruft der Caritasverband Eichstätt die Bevölkerung zu Spenden für Südafrika auf. Die Situation habe sich seither stark verschärft. Im südlichen Afrika sind mehr als 14 Millionen Menschen vom Hunger bedroht: „Jeden Monat sterben einige Zehntausend Menschen in Folge der Mangelernährung. Vor allem Alte und Kranke sind betroffen“, erklärt Andreas Wenzel, Referent für das südliche Afrika bei Caritas international. „Die Hilfen müssen dringend verstärkt werden.“
Caritas international und Diakonie-Katastrophenhilfe führen in Malawi, Sambia, Angola, Mosambik, Lesotho und Simbabwe vor allem Nahrungsmittel- und Saatgutprogramme durch. Insgesamt 4,3 Mio. Euro haben beide Verbände bisher für die Opfer der Hungersnöte im südlichen Afrika und in Äthiopien zur Verfügung gestellt. In Äthiopien sind wegen der großen Dürre weitere 14 Millionen Menschen vom Hunger bedroht. Caritas international bereitet sich auch dort auf verstärkte Hilfsmaßnahmen vor.
Spenden zur Bekämpfung des Hungers werden unter dem Stichwort „Südliches Afrika“ erbeten auf Konto 100 bei der Liga-Bank Eichstätt (bei Onlinebanking Konto 107 617 313), BLZ 750 903 00.
7. Mitarbeiter des Bistums wählen Vertrauenspersonen
Vertretung der Jugendlichen und der Behinderten
Eichstätt, 03.12.2002. (pde) – Gregor Senge von der Knabenrealschule Eichstätt-Rebdorf wurde von den schwerbehinderten Angestellten des Bistums Eichstätt für die nächsten vier Jahre zu deren Vertrauensperson gewählt. Seine Stellvertreter sind Gertraud Hiefner von der Gnadenthal-Realschule in Ingolstadt und Günter Schneid von der EDV-Abteilung des Bischöflichen Ordinariates in Eichstätt. Ebenfalls neu gewählt wurde die Jugendvertreterin Marion Lehmeyer von der EDV-Abteilung des Ordinariates. Ihre Amtszeit beträgt zwei Jahre. Die Vertrauenspersonen der Schwerbehinderten und die Jugendvertreterin sind Mitglieder in der Mitarbeitervertretung mit beratender Stimme. Sie sind spezielle Ansprechpartner für schwerbehinderte bzw. jugendliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Dienst der Diözese Eichstätt, einschließlich der kirchlichen Religionslehrer und Gemeindereferenten sowie der diözesanen Schulen.
8. Katholische Morgenfeier mit Dr. Michael Kleinert
Eichstätter Diözesanpriester spricht im Rundfunk
Eichstätt/Neumarkt, 09.12.2002. (pde) - Der Eichstätter Diözesanpriester Dr. Michael Klei-nert, Neumarkt, gestaltet am Sonntag, den 15. Dezember,die Katholische Morgenfeier im 1. Programm des Bayerischen Rundfunks. Das Thema lautet „Im Dunkeln nicht allein. Johannes der Täufer zeigt aufs Licht“. Die Sendung wird von 10.35 bis 11.00 Uhr ausgestrahlt.
Pfarrer Josef Handl geht in den Ruhestand
Eichstätt/Georgensgmünd, 02.12.2002. (pde) – Der Pfarrer von Georgensgmünd, Josef Handl (63), geht zum Ende des Jahres in den Ruhestand. Der Eichstätter Bischof Dr. Walter Mixa hat der entsprechenden Bitte von Pfarrer Handl entsprochen.
Josef Handl stammt aus Zettwing in Böhmen. Nach seiner Priesterweihe 1964 in Eichstätt und verschiedenen Aushilfsstellen wurde er Kaplan in Nürnberg-Reichelsdorf (1965) und Ingolstadt/St. Moritz (1969). Ab 1973 war er Kurat in Solnhofen, seit 1982 Pfarrer in Georgensgmünd.
Dr. Alexander Pytlik neuer Seelsorger in Buchenhüll
Eichstätt, 02.12.2002. (pde) – Mag. Dr. Alexander Pytlik (33) ist von Bischof Dr. Walter Mixa zum Kirchenrektor und Seelsorger an der Wallfahrts- und Filialkirche St. Marien in Eichstätt-Buchenhüll ernannt worden. Der bisherige Amtsinhaber, Regens Dr. Josef Gehr, hatte den Eichstätter Bischof um Entpflichtung von dieser Aufgabe gebeten.
Alexander Pytlik ist gebürtiger Wiener und wurde 1994 für das Katholische Militärordinariat Österreich zum Priester geweiht. Er war zunächst in der Militär- und Pfarrseelsorge im Einsatz. Ein weiterführendes Studium des Kirchenrechts an der Päpstlichen Lateranuniversität Rom schloss er in diesem Jahr mit der Promotion ab. Seit 15. Oktober ist er auch im Amt des Vizeoffizials der Diözese Eichstätt Nachfolger von Dr. Josef Gehr. Der österreichische Militärbischof Christian Werner stellte Dr. Pytlik für den Dienst in der Diözese Eichstätt frei. Die Ernennung tritt mit dem 1. Dezember in Kraft.
Weihnachtskonzert des Eichstätter Domchores
Chorwerke und Orgelmusik auf dem Programm
Eichstätt, 09.12.2002. (pde) - Adventliche und weihnachtliche Musik ist beim Weihnachtskonzert des Eichstätter Domchores am Sonntag, 15. Dezember, um 17 Uhr zu hören. Auf dem Programm stehen Motetten und Lieder aus mehreren Epochen und von verschiedenen Meistern wie Faulstich, Menschick, Eccard, Hassler, Hammerschmidt, Praetorius und andere. Die Leitung des Konzerts im Eichstätter Dom hat Christian Heiß, an der Orgel spielt Martin Bernreuther. Zum Abschluss läuten die Eichstätter Domglocken.
Eintrittskarten sind zu 8,-- Euro (ermäßigt 5,-- Euro) an der Abendkasse im Vorraum zum Willibaldschor erhältlich.
Fußwallfahrt der KLB am 21. Dezember
Beginn um 19 Uhr in Eichstätt
Eichstätt, 05.12.2002. (pde) – Zum elften Mal findet in diesem Jahr die Fußwallfahrt der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) von Eichstätt nach Inching statt. Die Fußwallfahrt am 21. Dezember führt von der Bruder-Klaus-Kapelle am Adamsberg nach Inching. Beginn ist um 19 Uhr. Auswärtige Teilnehmer können zuvor nach Inching anreisen und werden um 18.30 Uhr per Omnibus zur Seidlkreuz-Siedlung gebracht.
Die nächtliche Fußwallfahrt in Erinnerung an die Friedensstiftung in Stans 1841 durch Bruder Klaus findet bei jeder Witterung statt. Nach der Ankunft in Inching treffen sich die Teilnehmer im Gasthaus Adlkofer (Fischerwirt). Nähere Informationen gibt es in der KLB-Diözesanstelle, Luitpoldstraße 2, 85072 Eichstätt, Tel. (08421) 50-611, Fax (08421) 50-628, E-Mail: klb@bistum-eichstaett.de, Internet: www.klb-eichstaett.de
Pontifikalgottesdienst am 9. Dezember
Gedenken an Bischof von Preysing
Eichstätt, 04.12.2002. (pde) – Bischof Dr. Walter Mixa zelebriert am 9. Dezember um 19.00 Uhr im Dom zu Eichstätt einen Pontifikalgottesdienst zum „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“. Bei diesem Gottesdienst wird auch in besonderer Weise des Wirkens und der Person von Konrad Graf von Preysing gedacht.
G raf von Preysing wurde vor 70 Jahren, am 28. Oktober 1932 zum Bischof von Eichstätt geweiht und 1935 Oberhirte von Berlin. Er war einer der entschiedensten Widersacher des Nationalsozialismus. 1946 wurde er zum Kardinal ernannt; am 21. Dezember 1950 starb er.
Die Schola Gregoriana des Eichstätter Doms wird den Gottesdienst mitgestalten: Sie singt die „Missa iuvenes cantores“ von Christian Heiß sowie „Ave maria“ (Gabriel Fauré) und „Ubi caritas et amor“ (Christian Heiß).
Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria wurde wegen des 2. Adventssonntags in diesem Jahr vom 8. auf den 9. Dezember verlegt.
Besinnungstage nach Weihnachten für Ministranten
Eichstätt, 03.12.2002. (pde) - Besinnungstage für Ministranten finden vom 27. bis 30. Dezember im Jugendhaus Schloss Pfünz statt. Sie stehen unter dem Motto „Heilige – Farbtupfen in der Kirche“. Die Tage dienen der geistlichen Erneuerung, der Vertiefung der liturgischen Zeichen und der Bestärkung im Dienst. Im Austausch und Wettbewerb lernen die Ministranten einander kennen. Die Leitung haben Diözesanjugendpfarrer Josef Funk und Ministrantenreferent Markus Wittmann. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 38,50 Euro. Anmeldung an das Bischöfliche Jugendamt, Ministrantenreferat, Burgstraße 8, 85072 Eichstätt, Tel. (08421) 50-635, Fax 50-639, E-Mail: ministranten@bistum-eichstaett.de.
Franz von Sales aus seiner Nische geholt
Im Franz-Sales-Verlag erschien eine aktuelle Biographie des Ordensgründers
Eichstätt. (pde) - Seit den sechziger Jahren habe man sich "von den Heiligen entfremdet", bedauert der niederländische Salesianer-Pater Dirk Kostner. Gerade Franz von Sales sei für die meisten "ein vollkommen Fremder", der "nie ein Volksheiliger" war, nur gelegentlich findet man sein Bild in Gotteshäusern; selbst in seiner Geburtskapelle stammt die jüngste marmorne Votivtafel aus dem Jahr 1921. Deshalb unternahm Kostner die Anstrengung, erstmals seit 40 Jahren wieder eine aktuelle Biographie des Ordensgründers zu verfassen. Sie erschien heuer in deutscher Übersetzung im Eichstätter Franz-Sales-Verlag.
Einen Anlass dafür bot auch die Tatsache, dass Franz von Sales heuer zwei runde Jubiläen begehen kann: Er wurde am 8. Dezember 1602, also vor 400 Jahren, zum Bischof geweiht und durch ein apostolisches Schreiben von Papst Pius IX. im November 1877, vor 125 Jahren, zum Kirchenlehrer ernannt. Grund genug also, Franz von Sales "aus seiner Nische zu holen", wie es Frank Kostner formuliert, der die Vita des Bischofs (1567-1622) umfassend recherchierte und in Buchform publizierte. Außerdem lebe ja dessen "weit verzweigte geistliche Familie bis in unsere Zeit fort" - Franz ist Stifter, Vater und Schutzpatron einer Reihe von Orden, Kongregationen, Priestervereinigungen und Säkularinstituten.
Der Biograph Dirk Kostner wurde 1931 geboren und trat mit 20 Jahren bei den Oblaten des hl. Franz von Sales ein. Kostner geht es in seinem Buch darum, "die Spinnengewebe zu entfernen und Franz in neuen Farben strahlen zu lassen". Der Autor stellt den "keineswegs so glatt laufenden Reifungsprozess" dar: Franz von Sales "wurde von Gott nicht mit einem Heiligenschein erschaffen". Franz von Sales wird als jemand geschildert, der das Ideal des Evangeliums für alle erreichbar und anziehend machen wollte. Die gedruckte Biographie gewinnt ihren Wert nicht nur aus der umfassenden Darstellung des Lebens des Heiligen, sondern auch aus der Vielfalt der Abbildungen, die dem Band beigegeben ist:
Dirk Kostner: Franz von Sales. Übersetzung aus dem Niederländischen von Hermann J. Benning, Franz-Sales-Verlag Eichstätt 2002, 288 Seiten, Broschur, Preis 39,90 Euro.
Psalm meets Jazz & Rock
Eigenwillige CD-Einspielung zum Jahr der Bibel
Eichstätt/Ingolstadt, 05.12.2002. (pde) – Mit teilweise eigenwilligen Interpretationen der biblischen Psalmen leisten das Katholische Stadtdekanat Ingolstadt und die Diözese Eichstätt einen ersten Beitrag zum Jahr der Bibel 2003. Insgesamt 37 Musiker aus Ingolstadt und der Region, darunter der Bonfire-Gitarrist Hans Ziller, haben an dem Projekt mitgewirkt. Produziert wurde die CD von Pfarrer Ottmar Breitenhuber, der selber als Keyboarder an einigen Titeln mitgewirkt hat.
Die Produktion trägt den Namen „Sela“: Ein hebräisches Wort, das immer wieder zwischen den Psalmen auftaucht, dessen Bedeutung nicht ganz gesichert ist, möglicherweise aber eine Aufforderung für eine Atem- oder Gedankenpause darstellt.
Der Pfarrer der Ingolstädter Gemeinde St. Augustin, Ottmar Breitenhuber, ist seit vielen Jahren musikalisch aktiv. Als Jugendpfarrer und auch später hat er viele Projekte mit Musik gemacht und kennt daher auch zahlreiche Musiker. So lag es nahe, diese zu jeweils eigenen Interpretationen der Psalmen zu bitten. Die zehn Stücke – neun Psalmen und das Shma Israel - , die dabei herauskamen könnten daher unterschiedlicher nicht sein. Da steht die verzerrte Gitarre des Bonfire-Gitarristen neben der gregorianischen Choralschola unter Leitung des Eichstätter Domkapellmeisters Christian Heiß. Andere Titel, etwa die als „Wahrheit auf Jazz“ betitelte Vertonung des Psalm 19 durch den jungen Ingolstädter Keyboarder Sebastian Schade und die Sängerin Mira Kasadei, verwenden zeitgenössische Stilmittel aus dem Pop-, Rock- und Jazzbereich.
Der CD beigefügt ist ein Booklet mit kurzen Erklärungen zu den Psalmen durch Professor Franz Sedlmeier aus Augsburg. Im Internet bietet das Bistum Eichstätt unter der Adresse www.bistum-eichstaett.de/sela/ weitere Informationen sowie Hörproben im mp3-Format an.
Die CD kann beim Stadtdekanat Ingolstadt (Tel. 0841/910241), beim Bischöflichen Ordinariat, den Eichstätter Buchgeschäften sowie in einigen religiösen Buchhandlungen, etwa bei den Paulus-Schwestern in Düsseldorf, Frankfurt, Nürnberg oder Ingolstadt erworben werden.
Redaktion: Pressestelle