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Martin Luther und die Juden. Vortrag

15. November 2017 Beginn: 19.30 Uhr
Veranstalter: Diözesanbildungswerk


Luthers Einstellung gegenüber den Juden war durchweg negativ geprägt. Für den Reformator war das Judentum eine „falsche“ Religion, die keinen Platz in der christlichen Gesellschaft haben sollte. Er forderte daher die Hinwendung der Juden zum Christentum. Wenn sie sich jedoch verweigerten, so verlangte er letztendlich ihre Versklavung oder Vertreibung.

Luthers Äußerungen haben über Jahrhunderte politische und religiöse Einstellungen zu Juden und zum Judentum geprägt; auch die antisemitische Bewegung und Vertreter des Nationalsozialismus nahmen den Reformator für ihre Judenfeindschaft in Anspruch.

Kein Zweifel: Luthers Judenfeindschaft ist ein schweres Erbe für die reformatorische Bewegung. Zugleich jedoch gibt das Reformationsgedenkjahr den Impuls, diese „dunkle Seite“ differenziert in den Blick zu nehmen. Der Vortrag beleuchtet grundsätzliche Fragen: Welche Rolle spielte das Thema Judentum in der Reformationszeit? Welche Vorbehalte hatte Luther gegen die Juden? Hatte er persönlichen Kontakt zu Juden oder Andersgläubigen? Was waren die wichtigsten „Judenschriften“ und Forderungen des Reformators? Und: Wie gehen die evangelischen Kirchen heute mit Luthers judenfeindlicher Einstellung um?

Besondere Zielgruppen:
Historisch und theologisch Interessierte

Referent:
Dr. Axel Töllner, Pfarrer und Geschäftsführer am Institut für Christlich-Jüdische Studien und Beziehungen an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau und Beauftragter für christlich-jüdischen Dialog in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern

Zeit:
Mittwoch, 15. November 2017, 19.30 Uhr

Ort:
Kapellensaal des Klosters Heidenheim, Ringstraße 1, 91719 Heidenheim

Kooperationspartner:
Zweckverband Kloster Heidenheim