Eine ausführliche und detaillierte Führung durchs Münster (mit weiteren Bildern)
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Diese Kirche, die offiziell Münster "Zur Schönen Unserer Lieben Frau" genannt wird, wurde im Jahre 1425 vom Wittelsbacher Herzog Ludwig dem Gebarteten gestiftet. Nach ca. 100jähriger Bauzeit wurde diese prächtige spätgotische Hallenkirche fertiggestellt.
Ursprünglich war das Münster zur Grabkirche Ludwigs bestimmt. Dieser Plan ging jedoch nicht in Erfüllung, weil der Herzog in Gefangenschaft starb.
Große Blüte erfuhr das Münster zu der Zeit, als es zugleich Pfarr- und Universitätskirche war, wovon der Hochaltar zeugt.
1572 wurde dieser farbenprächtige Hochaltar zum 100jährigen Bestehen der Ingolstädter Universität im Auftrag des bayerischen Herzogs Albrecht V. (im Stifterbild 3 v. l.) im Münster eingesetzt. Der Gesamtentwurf stammt von Hans Mielich, der viele Stellen des Evangeliums in den über 90 Bildern zum Ausdruck brachte und dadurch ein bewußtes gegenreformatorisches Ja zum Bild setzte. Dieser Altar ist ein Wandelaltar mit doppelten Seitenflügeln, der nur die gerade zum Kirchenjahr passenden Bildern zeigt und dadurch eine Vielzahl an Bildern enthält.
Um dieses Marienbild, das eine der 7 um 1570 entstandenen Kopien des Maria-Schnee-Bildes in Rom ist, versammelte Pater Jakob Rem 1595 das Colloqium Marianum, eine Elitetruppe der marianischen Bewegung. Am 16.April 1604 sei ihm während der Lauretanischen Litanei die Gottesmutter erschienen und habe ihm mitgeteilt, dass ihr der Titel "Mater admirabilis" besonders lieb sei. Daraufhin ließ er diese Anrufung noch zweimal wiederholen und so entstand der Name "Dreimal wunderbare Mutter". 1881 wurde das Marienbild feierlich im Münster eingesetzt.
Im Kriegsjahr 1942 stellte der Eichstätter Bischof Michael Rackl die gesamte Diözese unter den Schutz der "Dreimal wunderbaren Mutter" und erhob sie zur Diözesanpatronin.
Die Ausmaße des Münsters sind beachtenswert. Es ist 89m lang und 37m breit, die Höhe des Mittelschiffes beträgt 28m, die der Seitenschiffe 23m. Eine Besonderheit stellen die reichen Einwölbungen der hinteren Seitenkapellen des Langhauses dar, die im Grundriß durch die vielen feinen Linien dargestellt sind. Ebenso auffällig und für das 15. Jahrhundert selten ist die Ü0bereckstellung der Türme, die eine Höhe von 62m (Nordturm) und 69m haben.
Sonntag 8.00 Uhr, 10.00 Uhr, 11.30 Uhr
19.00 Uhr (ganzjährig)
Gnadenthal-Kirche Sonntag 7.30 Uhr