
Zur Geschichte des Ortes und der Pfarrei Fünfstetten
Das in der sanft hügeligen Landschaft der Fränkischen Alb gelegene Dorf Fünfstetten gehört zu den so genannten Urpfarreien des Bistums Eichstätt. In der Zeit von 1057-1075 weihte hier Bischof Gundekar II. eine dem hl. Dionysius gewidmete Kirche.
Von 1140-1360 sind in Fünfstetten die Herren von Vinastetten nachweisbar. Um 1400 tauchen als Besitzer der Burg und eines Großteils des Dorfes die Ritter von Wemding auf, unter deren Herrschaft die Hofmark Fünfstetten 1505 zum neugebildeten Fürstentum Pfalz-Neuburg kam. 1620 gelangte die Hofmark in den Besitz von Johann Reinhard von Ow und 1651 kam sie durch Heirat an Hans Sebastian Späth von Zwiefalten. Ab 1762 folgten die Freiherrn von Rehlingen als Besitzer von Fünfstetten. Die pfalz-neuburgische Zugehörigkeit der Hofmark bestand bis 1808.
1810 gelangte Fünfstetten zusammen mit dem nahe gelegenen Otting durch Kauf an den Freiherrn Karl Friedrich Stephan von Schönfeld, der 1817 zum Grafen von Otting-Fünfstetten ernannt wurde. Nachdem 1856 Maximilian Josef, Graf von Otting-Fünfstetten, einen Großteil seiner Besitzungen an den "Fabrikbesitzer Oskar Kürzel (und Konsorten)" verkauft hatte, begann die Zerstückelung des ehemaligen Hofmarksbesitzes von Fünfstetten.
Auch die Pfarrei St. Dionysius hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Das einschneidendste Ereignis bildete sicher die Einführung der Reformation, die 1554 vom Landesherrn, Pfalzgraf Ottheinrich, angeordnet worden war. Nachdem Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm für Pfalz-Neuburg erneut einen Konfessionswechsel verkündet hatte, wurde 1618 auch Fünfstetten rekatholisiert. Im 17. Jh. traten im Zuge notwendiger Baumaßnahmen an der Pfarrkirche die komplizierten Rechtsverhältnisse innerhalb der Pfarrei offen zu Tage. Das Patronatsrecht war seit 1361 im Besitz der Deutschordenskomturei Eilingen, an die auch ein großer Teil des Zehnts ging. Heute noch ist am Pfarrheim von Fünfstetten das Wappen von Volpert von Schwalbach zu sehen, der von 1566- 1602 Landkomtur in Eilingen war. Neben Eilingen war auch der Graf von Oettingen Nutznießer des Zehnts. Als diese beiden so genannten Hauptdezimatoren die Reparatur des Pfarrturms finanzierten, ließen sie 1683 im Turm eine Tafel mit ihren Wappen anbringen. Den Hauptdezimatoren wie auch den Mitgliedern der Ortsherrschaft war als besonderen Kirchenbesuchern das Oratorium der Kirche als Gebetsraum vorbehalten.
Sonntag und Feiertage
7.15 Uhr Kloster: Konventmesse
9.00 Uhr Pfarrkirche Fünfstetten: Hl. Messe
9.00 Uhr Pfarrkirche Sulzdorf: Hl. Messe
10.15 Uhr Gunzenheim: Hl. Messe
Samstag
18.30 Uhr Pfarrkirche Fünfstetten: Vorabendmesse
Samstag 18.00 Uhr