Vermutlich ist er vielen von uns gar nicht sonderlich aufgefallen, Bruder Hans Smida MSC, von 2004 bis eben 2012 bei uns in Rebdorf, ein eher stiller Mann, Handwerker von Beruf, aber auch Diakon, der gelegentlich im geistlichen Amt am Altar auftrat, auch Andachten vorstand, so im Mai oder beim Kreuzweg. Die Kommunion spendete er, vornehmlich den Kranken in Rebdorf und Wasserzell. Doch zog er sich lieber zurück, da er meinte, diese Aufgabe könne ja auch ein „normaler“ Laie ausüben.
Verschiedenen Niederlassungen seiner Ordensgemeinschaft hat er in den fast 50 Jahren seines Ordenslebens gedient, etwa in einer Pfarrei in Slowakien, wofür er die Landessprache lernte; auch viele Jahre lang in Birkeneck südlich vom Münchner Flughafen, wo er Lehrlinge betreut hatte.
In Rebdorf sorgte er als Koch für seine Mitbrüder. Handwerkliche Tätigkeiten liebt er und unterstützte damit auch unsere Pfarrei. Wir haben ihn immer wieder vor der Kirche gesichtet, wo er den steilen Hang rechts und links vom Treppenaufgang „beackert“ und für prächtigen Blumenschmuck gesorgt hat.
Gesundheitliche Probleme beeinträchtigen sein Leben, sodass er sich in letzter Zeit mehr und mehr zurückzog. Eine offizielle Verabschiedung wollte er nicht, als er jetzt nach Bad Kissingen aufbrach, um dort in einem Haus seines Ordens zu leben. Dankbar für seine Arbeit hier bei uns wünschen wir ihm Gottes Segen, nämlich alles Gute!
gms
Alle Gottesdienste finden in der St. Anna-Kirche, Marienstein statt.
Auch können die Gottesdienste während der Renovierungsarbeiten in Wasserzell und im Kinderdorf besucht werden.
Zu einer lebhaften Diskussion über die Neugestaltung des Altarraums der Pfarr- und Klosterkirche St. Johannes der Täufer in Rebdorf kam es bei einem Informationsabend der Pfarrgemeinde mit dem Gaimersheimer Künstler Konrad Risch, dem die Aufgabe übertragen worden ist.
Sein Entwurf war bei einem Wettbewerb von zehn Experten der Diözese, des Denkmalamtes, der Stadt und der Pfarrei unter der Leitung von Professor Günther Köppel einstimmig ausgewählt worden.
Dieser sieht vor, den Altarraum um ein Joch in das Kirchenschiff hinein zu verlängern. Eine erste Stufe wird – ähnlich wie im Dom - hinauf vom Kirchenschiff in die Räume vor den Apsiden des Hauptschiffes und der beiden Seitenschiffe führen. Der eigentliche Altarraum wird um weitere zwei, eventuell auch um drei Stufen gehoben, sodass auch im rückwärtigen Kirchenschiff das Geschehen der Eucharistiefeier sichtbar zu erleben sein wird.
Als die Herz-Jesu-Missionare in den frühen sechziger Jahren die Kirche renovierten, war von der liturgischen Erneuerung kaum die Rede; folglich blieb auch die Distanz zwischen Priester und Kirchenvolk noch sehr groß. Gemäß dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das die räumliche Nähe der Gläubigen zur Messfeier wünscht, wird jetzt der Altartisch näher an die Kirchenbesucher heranrücken. Auch soll er, in Zukunft wesentlich verkleinert, aus den überdimensionierten Elementen des bisherigen gestaltet werden.
Ebenso wird der Ambo vorgezogen und wieder an den Treppenstufen seinen Platz haben. Rechts und links hinter dem Altar finden die Sedilien aus einem hellen, schweren Holz für den Zelebranten und die Ministranten ihren Ort. Im übrigen bleibt genügend Platz, wenn etwa die Kinder am Ende ihres eigenen monatlichen Gottesdienstes zum Vaterunser in den Pfarrgottesdienst hereinkommen und in den Chorraum treten.
Über den Altartisch hinweg fällt der Blick auf die spätgotische Gruppe mit dem mehr als lebensgroßen Gekreuzigten, mit Maria und dem Apostel Johannes. Diese hatte 1519 der Bildschnitzer Andreas Frosch geschaffen und ist eine Leihgabe des Donauwörther Cassianeums. Sie wird in die Mitte des Altarraums hinein geholt. Das Kreuz wird in über zwei Metern Höhe an einer filigranen Metallkonstruktion über einem neuen Tabernakel aus Messing befestigt. Dahinter wird sich eine etwa sieben Meter hohe und zwei Meter breite Glaswand erheben. Ihre künstlerische Gestaltung ist noch offen. Sie hat die Aufgabe, die Kreuzigungsgruppe, die bisher je nach Lichteinfall durch die hohen Apsisfenster oft nur silhouettenhaft zu sehen war, deutlicher in den Blick zu rücken. Sie wird also als Identifizierungskennzeichen der Pfarrei in ein neues Licht gerückt.
Inzwischen wurde das Fundament des nördlichen Seitenschiffes durch Beton-Injektionen vier Meter tief gesichert. Im Innern der leergeräumten Kirche werden derzeit die Vorbereitungen für den Chorumbau und die Neuverlegung der Versorgungsleitungen getroffen.
Da gleich nach dem Weißen Sonntag die Umgestaltung der Kirche begann, feiert jetzt die Pfarrgemeinde ihre Gottesdienste in der kleinen Mariensteiner St. Annakirche, in der die Gläubigen die - wenn auch recht enge - räumliche Nähe bei der Messfeier durchaus begrüßen.
Text: gms
Die Herz-Jesu-Missionare in Rebdorf
haben eine neue Telefonnummer und eine neue Anschrift:
Pater-Moser-Straße 12
Tel: 08421 / 900 33 84
Sonntag 7.30 U, 10.00 Uhr
Montag 19.00 Uhr St. Anna Kirche Marienstein
Dienstag 19.00 Uhr
Mittwoch 7.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag 19.00 Uhr
Samstag 7.30 Uhr
Wasserzell: Sonntag 9.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag jeweils 18.30 Uhr
Kinderdorf Marienstein: Sonntag 9.00 Uhr