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Häufige Fragen zu den Pastoralräumen

Aufgrund der gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen mussten die alten Strukturen überprüft werden. Für die neuen Herausforderungen, die sich der Kirche stellen, waren die bisherigen Pfarrstrukturen nicht mehr passend. Auch die rückläufigen Katholikenzahlen und rückläufigen Ressourcen im finanziellen und personellen Bereich machen es notwendig sich neu aufzustellen.

Die Neuordnung hat nicht das Ziel, Gebäude zu schließen oder zu verkaufen. Es kann aber prinzipiell nicht ausgeschlossen werden, dass es in Einzelfällen notwendig werden kann, sich aus verschiedensten Gründen von etwas zu verabschieden oder zu trennen, was nicht mehr erhalten werden kann.

Die Heilige Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens. Deshalb sieht die Neuordnung vor, dass weiterhin Sonntagsgottesdienste in allen Pfarrkirchen gefeiert werden können, besonders dort, wo eine große Beteiligung der Gläubigen gegeben ist.

Schon lange „hat“ nicht jede Pfarrei einen eigenen Pfarrer vor Ort. Es gibt in manchen Pastoralräumen aber noch mehrere installierte Pfarrer. In jedem Pastoralraum wird es langfristig nur einen Pfarrer geben, der der Leiter eines Pastoralteams ist. Dieses Team setzt sich gewöhnlich aus weiteren priesterlichen Mitarbeitern wie Pfarradministratoren, Pfarrkuraten, Kaplänen, Diakonen, Gemeindereferentinnen- und referenten zusammen.

Pastoralraum ist die Bezeichnung für die derzeit 74 territorialen Bereiche im Bistum Eichstätt, in denen in der Regel mehrere Pfarreien zusammengefasst sind.

Pfarrverband ist die Bezeichnung für die pastorale Organisationsform innerhalb eines Pastoralraumes.

Der Pfarrer, der den Pfarrverband leitet, ist vom Generalvikar als Vertreter des Bischofs ernannt. Der Dienstsitz des Leiters orientiert sich in der Regel an der Größe eines Ortes bzw. einer Pfarrei, und berücksichtigt die Bevölkerungsentwicklung und die Infrastruktur. Ein zentrales Büro kann aber muss nicht mit dem Dienstsitz des Leiters verbunden sein.

Nach der Inkraftsetzung der Pastoralräume gibt es jetzt im Blick auf die Pfarrgemeinderatswahl 2018 die Möglichkeit zwischen zwei Kooperationsmodellen (Pfarrverband 1 oder Pfarrverband 2) zu wählen.

Nähere Informationen gib es hier. https://dioezesanrat.bistum-eichstaett.de

Häufige Fragen zu den Kooperationsmodellen Pfarrverband 1 und Pfarrverband 2

Ja. Dies kann mündlich erfolgen. Aber der Leiter des Pfarrverbandes sollte auf jeden Fall vorab mit seinen Pfarrern klären, ob jemand ein Veto einlegen möchte. Es sollte bei der entscheidenden Pfarrverbandskonferenz dann - wenn möglich - nicht zu Überraschungen kommen. Über die Pfarrverbandskonferenz gibt es eine Niederschrift die ans Generalvikariat zu schicken ist.

Ja, es kann mehrere Kirchorte in einer Pfarrei geben, die alle gleichberechtigt sind, also z.B. Kirchort Filiale/Einrichtung X und Kirchort Pfarrei St. Y.

Um den Kirchortsrat einer Filiale/Einrichtung zu wählen, muss dort im Vorfeld der Wahl eine Wählerliste aufliegen, in der sich potentielle Wähler eintragen. Diese werden aus anderen Wählerlisten gestrichen, so dass nur einmaliges Wahlrecht gewährleistet wird.

Die Einrichtung von Sachausschüssen ist in beiden Modellen möglich, sowohl im Pfarrgemeinderat als auch im Kirchortsrat. Die Gremien sind völlig frei, welchen Sachausschuss mit welcher Zusammensetzung für welchen Bereich sie einrichten. In beiden Modellen sollen im Sachausschuss auch Personen mitwirken, die nicht gewählt wurden.

Nein. Das verbindende Gremium ist im Modell Pfarrverband 1 die Pfarrverbandskonferenz. Nach §13/2 der Satzung der Pfarrgemeinderäte können aber einzelne Pfarrgemeinderäte innerhalb eines Pfarrverbandes beschließen, einen Gesamtpfarrgemeinderat zu wählen.

Sitz und Stimme in der Pfarrverbandskonferenz haben alle Hauptamtlichen, alle Pfarrgemeinderatsvorsitzenden, je ein weiteres Mitglied aus jedem Pfarrgemeinderat und je ein Mitglied aus jeder Pfarrkirchenverwaltung. Die Sitzungen sind wie beim Pfarrgemeinderat generell öffentlich. Jeder kann als Gast daran teilnehmen.

Nein, es handelt sich ausschließlich um die bei der Pfarrgemeinderatswahl zu wählenden Mitglieder. Die Kirchenverwaltungsmitglieder kommen noch hinzu.

Die Mindestanzahl ist

 

bis 500 Katholiken: 3

501-1000 K.: 5

1001-3000 K.: 8

3001-6000 K.: 10

Über 6001 K.: 12

 

Die gewählten Mitglieder müssen mindestens eine Stimme mehr als die Hälfte der Kirchortsratsmitglieder haben. Die Zahl der zu wählenden Mitglieder kann durch Beschluss erweitert werden.

Jeder Kirchortsrat wählt eine/n Vorsitzende/n.

Das ist der Normalfall, aber im Ausnahmefall ist auch ein Vertreter/eine Vertreterin möglich.

 

Ja. An einem Kirchort ohne eigene Kirchenstiftung (vgl. §1/4 Satzung Pfarrverband 2) sind im Kirchortsrat auch keine Kirchenverwaltungsmitglieder.

Es zählt die Mehrheitsentscheidung (2/3 Mehrheit erforderlich für Pfarrverband 2), die danach auch von allen mitgetragen werden sollte.

Die jeweilige Situation im Pfarrverband ist ausschlaggebend dafür, in wie weit das eine Modell für Sie vorteilhaft oder eher nachteilig ist. Eine pauschale Gegenüberstellung der Modelle wäre deshalb problematisch.

Die Arbeitsgemeinschaft ist zuständig für gemeinsame Vorhaben im Pfarrverband. Die Abstimmungsergebnisse in der „Arbeitsgemeinschaft der Kirchenverwaltungen im Pfarrverband“ (vgl. Satzung für die Kirchenstiftungen und Kirchenverwaltungen in den Pastoralräumen im Bistum Eichstätt, in: Pastoralblatt für das Bistum Eichstätt 164 [2017] 167-168) sind lediglich Voten, die der Ratifizierung durch jede einzelne Kirchenstiftung im Pfarrverband bedürfen.

 

Der Kirchortsrat greift alle Fragen auf, die den jeweiligen Kirchort betreffen. Dies können u.a. sein: die Unterstützung von Ehrenamtlichen auf der Ortsebene, die Gestaltung von Gottesdiensten oder auch die Förderung des caritativen und sozialen Bereiches vor Ort.
Alle Beschlüsse, die Auswirkungen über den jeweiligen Kirchort hinaus haben, werden erst wirksam, wenn sie vom Pfarrgemeinderat bestätigt werden (vgl. auch §2 und 3 der „Satzung für den Kirchortsrat“).

„Pastoralraum“ ist lediglich die Bezeichnung für die derzeit 74 territorialen Bereiche im Bistum Eichstätt. Die beiden Kooperationsmodelle Pfarrverband 1 und 2 dienen dazu, die inhaltliche Weiterentwicklung der Pastoral im jeweiligen Raum zu fördern und mehr und mehr eine „Gemeinschaft von Gemeinschaften“ zu werden.

Aufgabe des Pfarrgemeinderats ist es, in allen Fragen, die den Pastoralraum betreffen, beratend und beschließend mitzuwirken. Insbesondere sorgt er sich um Aufgaben, die für den Pastoralraum einheitlich oder gegenseitig aufeinander abgestimmt am besten erfüllt werden können. Das können z.B. die Festlegung von Gottesdienstzeiten sein, die Gestaltung von Festen und öffentlichen Veranstaltungen oder die Herausgabe eines gemeinsamen Pfarrbriefes.

(Näheres vgl. §2 und 3 der „Satzung für den Pfarrgemeinderat in Verbindung mit Kirchortsräten“)

Ja, die Vertretung der Kirchenverwaltung in der Pfarrverbandskonferenz kann durch jedes Kirchenverwaltungsmitglied wahrgenommen werden.

Ja, das Modell 1 ist für Pfarrverbände sowohl mit nur einem als auch mit mehreren Pfarrern möglich.

Nein, weitere stimmberechtigte Mitglieder sind über das in der Satzung festgelegte Maß nicht möglich. Die Pfarrverbandskonferenz tagt aber grundsätzlich öffentlich.

Eine Neuregelung der Pfarreienfinanzierung wird kommen. Einen festen Zeitplan gibt es aber noch nicht.



Termine

17. März 2018 09.30 Uhr
Aufbruch- u. Entdeckertag
Veranstalter: Bischöfliches Ordinariat Eichstätt, Pastorale Entwicklung

Kontakt

Sekretariat:
Helena Merkl
Tel.: 08421 50-615
Fax: 08421 50-609
Adresse: Bischöfliches Ordinariat Eichstätt, Luitpoldstraße 2, 85072 Eichstätt
E-Mail: pastorale-weiterentwicklung(at)bistum-eichstaett(dot)de