Vom Aufbruch in Mannheim

Bischof Hanke, Diözesanratsvorsitzender Gärtner und Seelsorgeamtsleiter Rottler am Bistumsstand. Foto: Michael Heberling/Kirchenzeitung
Bischof Hanke, Diözesanratsvorsitzender Gärtner und Seelsorgeamtsleiter Rottler am Bistumsstand. Foto: Michael Heberling/Kirchenzeitung

Wie das Katholikentreffen zum Treffpunkt, zum Podium und zur Börse für die Diözesen wird

Was bleibt von einem Katholikentag in Erinnerung? Alles eine Frage des Timings werden die Profis sagen: Wann setzt man den Programmhöhepunkt, wo tritt der prominenteste Gast auf? – das sind die beeinflussbaren Größen. Hält das Wetter, trägt die Harmonie? – das hat man schon weniger im Griff. Unwetter und provokante Kritiker muss man ertragen.

Der Mannheimer Katholikentag endete nach einem ordentlichen Unwetter mit Sonnenschein und die beträchtliche mediale Aufmerksamkeit für eine unbequeme Einzelmeinung ebbt schon wieder ab. Was bleibt ist das "Mannheimer Mantra" vom Aufbruch, das fünf Tage lang durch die Straßen der multikulturellen Quadratestadt getragen wurde. Der Aufbruch, den die alles in allem 80.000 angereisten Besucher sich nicht schlecht reden, ausreden oder gar verbieten lassen wollen.

Der "erfolgreiche, intensive, gelungene" Katholikentag, als den Alois Glück, der Vorsitzende des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), das Treffen bewertet hat, habe "die Unruhe gezeigt, die die Katholiken in Deutschland bewegt", aber zugleich auch unter Beweis gestellt: "Es läuft kein Riss durch diesen Katholikentag." Unverhandelbar für die katholischen Laien Deutschlands ist der Dialog. Beim Abschlussgottesdienst betonte Glück: "Wir setzen auf Dialog – und wir erwarten den Dialog und Ergebnisse."

Tatsächlich, hörte man bei der Abschlusspressekonferenz, seien wieder mehr Besucher zu verzeichnen, als bei den beiden vorangegangenen Katholikentagen. Und sowohl die Diskussions- als auch die Feierfreude waren allerorten erlebbar. Was den einen wie ein "Kindergeburtstag der Familie Gottes" vorkommt oder als katholisches Volksfest wahrgenommen wird, ist andererseits ein veritables Parkett für Politiker und populäres Forum für Fachleute.

Während sich beim Mannheimer Wasserturm und im benachbarten Rosengarten die Schaltzentrale der Veranstaltungsorganisation und der Austragungsort brisanter und prominent besetzter thematischer Debatten befand, kam es etwa an den Ständen der Diözesen auf der Bistumsmeile am anderen Neckarufer zu zwischenmenschlicher Begegnung und Austausch. Die Präsentationen der Bistümer, aber auch von Verbänden, Vereinen, Bewegungen und Gemeinschaften, Werken, Schulen, Orden, etc. – diese Leistungsschau des Laienkatholizismus hat Tradition.

Auch das Bistum Eichstätt war in Mannheim vertreten. Die Planung, Vorbereitung und Durchführung der Bistumspräsenz liegt traditionell in der Verantwortung von Diözesanrat und Seelsorgeamt. Aber auch an anderen Orten konnte man Eichstättern begegnen, etwa am Stand der Gemeinschaften Charles de Foucaulds, als Ordner und Helfer im Zentrum Kirche – Wirtschaft – Arbeitswelt, im Fahrdiensteinsatz oder an einer Unfallhilfsstelle der Malteser.

Aber auch ganz einfach als Besucher waren Eichstätter in Mannheim, als Einzelpersonen oder in Kleingruppen, wie die der Jugendstelle Ingolstadt oder die der katholischen Hochschulgemeinde Eichstätt. Unter den zahlreichen Besuchern am Bistumsstand, der Pilgerwege im Bistum Eichstätt vorstellte, war natürlich auch Diözesanbischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB.

Michael Heberling, Kirchenzeitung

Ausführlicher Bericht als PDF

 

Die Wochenzeitung für die Gläubigen in der Diözese Eichstätt informiert über die Weltkirche und über die Ortskirche, kommentiert das Geschehen in Kirche und Gesellschaft, bietet Lebenshilfe und Unterhaltung und ist Forum des Meinungsaustausches unter den Lesern.

KONTAKT / ABO

Anschrift von Verlag und Redaktion:
Sollnau 2, 85072 Eichstätt
Telefon 08421/50-810
Fax 08421/50-820
verlag@kirchenzeitung-eichstaett.de

Bezugspreise: Durch die Agentur (Pfarramt) monatlich 6,00 € (5,00 € einschl. 7 % MWSt. + 1,00 € Zustellgebühr); durch die Post monatlich 6,90 €; Einzelnummer 1,60 €.