Impulse zur Gebetsmeinung des Papstes

Gebetsmeinungen des Papstes

Mit seinen Gebetsmeinungen für das Jahr 2012 vertraut Papst Benedikt XVI. wichtige Anliegen dem weltweiten Gebetsapostolat an. Domvikar Reinhard Kürzinger gibt zu den einzelnen Anliegen des jeweiligen Monats kurze Impulse.

Frieden im Kleinen wie im Großen

Schwedische Frauen formulieren das Schuldbekenntnis neu: „Christus, ich bekenne, dass ich zu wenig an meine eigenen Fähigkeiten glaube. Ich fühle mich zu schwach, um bösartigen Menschen Einhalt zu gebieten. Ich bin zu feige, um in einer gerechten Sache zu streiten. Ich flüchte in Ausreden, um eine fällige Auseinandersetzung zu vermeiden.“ Die Frauen gestehen offen ein, es zu versäumen, Konflikte rechtzeitig anzugehen.

Vermutlich setzen wir unsere Begabungen nicht angemessen ein, um in Auseinandersetzungen erfolgreich zu bestehen. Frieden im Kleinen oder Großen zu arrangieren – das ist harte Arbeit! Ich bin ein Friedensarbeiter, wenn ich als Vermittler auftrete und zwischen Streithähnen Kompromisse aushandle. Ich bin ein
Friedensbringer, wenn ich zur Klärung des Sachverhaltes beitrage und der Wahrheit zum Recht verhelfe. Ich bin ein Friedensstifter, wenn ich den Glauben an eine Lösung des Konfliktes nicht verliere und die Bereitschaft zur Versöhnung nicht aufgebe.

Aus hehren Worten über den Frieden, müssen Frieden stiftende Maßnahmen folgen. Im Vaterunser lehrt uns der Herr die Bitte um Vergebung, die nach Klaus-Dieter Makarowski (*1944) notwendig ist: „... um des Friedens willen, den wir brauchen, für uns selbst und füreinander, damit die Mauern nicht wachsen und der Stacheldraht zerglüht.“

Domvikar Reinhard Kürzinger zum Gebetsanliegen des Papstes für den Monat Januar: „Dass Christen bei der Friedensarbeit den Namen Christi unter allen Menschen guten Willens bezeugen.“

 

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