Die Stille ist ein wesentliches Element der Kommunikation und ohne sie gibt es keine inhaltsreichen Worte. So schreibt Papst Benedikt in seiner Botschaft zum diesjährigen Welttag der sozialen Kommunikationsmittel. Viele Menschen sprechen heute von ihrem Wunsch endlich mal auszubrechen aus der Hektik der vielen sinnlosen Worte um einfach Ruhe zu haben. Gleichzeitig merken sie aber, dass wir uns nicht einfach aus unseren Beziehungen davonstehlen können. Das Leben nimmt uns in Beschlag und wir haben nicht die Zeit 40 Tage in die Wüste zu gehen, wie Jesus. Wie sollen wir Zeit für Gott haben, da unser Leben in den kommenden 40 Tagen der Fastenzeit genauso weitergeht, wie bisher? mehr ...
Wenn an Wallfahrtsorten Intentionen vorgelesen werden, welche Gläubige vorher in ein ausgelegtes Buch haben schreiben können, dann dominiert eine Bitte besonders, die Bitte um Gesundheit, genauer gesagt: um körperliche Gesundheit. Sie ist doch das Wichtigste. Ja, auch für Gott ist die Gesundheit das Wichtigste, aber im Sinne von einem reinen Herzen. Der heute präsente Körperkult erhöht das Irdische und Vergängliche über das Ewige und Bleibende, die Seele. Wo liegt unsere erste Sorge? mehr...
Beim Lesen dieses Evangeliums kann ich mich sofort fragen, wie ich heute mit denjenigen umgehe, die am Rande unserer Gesellschaft leben oder die sogar aus unserer Mitte ganz ausgeschlossen sind. Lasse ich arme, alte oder kranke Menschen überhaupt an mich heran? Kann ich so gütig, wie Jesus es mir vorbildhaft zeigt, handeln? Dabei bedarf es keiner großen Taten, um etwas Licht in den Alltag eines Kranken zu bringen. Nehmen wir uns ein wenig Zeit für die Menschen in unserer Umgebung. Nehmen wir sie in unsere Mitte, nehmen wir Anteil an ihrem Leiden, damit sie dadurch eine innere Heilung erfahren. mehr...
Ich hab wenig Zeit!“, sagen schon Schüler; Eltern stimmen ihnen bei. „Es ist gerade recht stressig“, schildern Erwachsene ihre Arbeit. Selbst Rentner sind „im Unruhestand“. Wie war es bei Jesus? Markus stellt uns einen Tag Jesu vor: Kaum war er von der Synagoge zu Hause, heilte er die Schwiegermutter des Petrus. Am Abend kam die „ganze Stadt“, heilte er alle möglichen Kranke, trieb er viele Dämonen aus. Wir würden sagen: Jesus hatte einen vollen Terminkalender, einen „stressigen Job“ – Doch Jesus macht sich keinen Stress! Wie schafft er das? Wie schaut Jesu Anti-Stress-Programm aus? mehr...
Wurm heißt er, der Haussekretär des Präsidenten in Schillers „Kabale und Liebe“. Und in einer Szene steht er da und unterbreitet seinem Vorgesetzten, dass er die Familie der Luise Millerin mit einem Eid nötigen will den ihr angetanen Betrug geheim zu halten. Und der Präsident antwortet: „Einen Eid? Was wird ein Eid fruchten, Dummkopf?“ Und Wurm gibt zur Antwort: „Nichts bei uns, gnädiger Herr. Bei dieser Menschenart alles ...“ mehr
Wie können wir heute als Christen leben, als Einzelne und als Gemeinschaft? Wir spüren ja alle den Umbruch. Eine Gestalt von Kirche vergeht. Es gibt kein beherrschendes christliches Milieu mehr, weder in Europa noch in Deutschland, weder in der Stadt noch im Dorf – und auch nicht in der Familie. Das beherrschende Milieu ist heute gegenüber Glauben, Christ-Sein und vor allem Kirche kritisch eingestellt. Da wird man nicht mehr automatisch Christ, durch die Zugehörigkeit zu einem Volk, zu einem Dorf oder einer Familie, durch Taufe, Kommunion und Firmung. Christ-Sein wird Überzeugungssache. mehr...
Gerne lassen wir uns von Freunden zu einem Konzert oder zu anderen interessanten Ereignissen einladen. Wir nehmen das Angebot aber nur dann an, wenn wir auch wissen, worauf wir uns einlassen. Umso mehr beeindruckt mich das Beispiel des heiligen Willibald, wie es ihm gelungen ist, seinen Vater Richard und seinen Bruder Wunibald für die Wallfahrt auf den Spuren Christi zu begeistern. Denn ich mache auch die Erfahrung, dass es schwer sein kann, jemanden für einen freiwilligen Dienst in der Kirche zu gewinnen. mehr...
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