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GEMA, VG Musikedition, Fotokopieren von Noten....

Achtung! Neue Richtlinien ab Januar 2018:

 

VG Musikedition / GEMA

Allgemeine Informationen zum Urheberrecht


GEMA

Mit dem 1. Januar 2018 hat sich die Rechtslage bei der Aufführung von Musik von kirchlichen Konzerten oder anderen außerliturgischen Veranstaltungen geändert: Hierzu gibt es derzeit keine pauschale Vergütung mehr, das heißt:

Jedes Konzert muss bei der GEMA angemeldet werden und der Veranstalter hat die entstehenden Gebühren selbst zu entrichten. Die Pauschalvergütung über den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) erfolgt nicht mehr.

Es gibt zwar Nachlässe für religiöse Musik, die Zahlungspflicht für jede einzelne Veranstaltung besteht dennoch. Es wird auch darauf hingewiesen, dass bei Zuwiderhandlungen sogar der doppelte Betrag fällig wird.

 

Hinweis 1:
Betroffen sind nur geschütze Inhalte, also in der Regel Werke von Komponisten, die entweder noch leben oder seit deren Tod noch keine 70 Jahre vergangen sind.

Hinweis 2:
Für die Nutzung von entsprechenden Werken innerhalb gottesdienstlicher Feiern gilt weiterhin eine Pauschalvergütung; auf Gottesdienste bezieht sich die Neuregelung also nicht.

 

Merkblatt zur Nutzung von Musikwerken bei kirchlichen Feiern (NEU Januar 2018)

Muster zur Anmeldung von kirchlichen Konzerten bzw. Feiern zur Anmeldung von kirchlichen Konzerten bzw. Feiern (NEU Januar 2018)

Link zum Anmeldeformular auf der Homepage der GEMA

 

VG MUSIKEDITION

Die VG Musikedition regelt das Vervielfältigen bzw. Kopieren von Noten und Liedtexten. Hier gelten die bestehenden Regeln weiterhin:

Merkblatt über das Kopieren von Musik

 

Informationen aus erster Hand:

Informationen zur Musiknutzung der katholischen Gemeinden und Einrichtungen
(Formulare, Tarife usw.) auf der Homepage der GEMA:www.gema.de/katholisch

Internetseite der GEMA: www.gema.de

Internetseite der VG-Musikedition: www.vg-musikedition.de

 

 

Verband der Diözesen Deutschlands VDD

Erneuter Hinweis auf das Kopierverbot für Chornoten

Die VG Musikedition behauptete in den vergangenen Monaten öffentlichkeitswirksam, dass in der Katholischen Kirche in großem Umfang illegale Kopien von Chornoten hergestellt würden. Dabei wurden in unzulässiger Weise Angaben der Kirchengemeinden aus der letzten für den Pauschalvertrag mit dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) durchgeführten Repräsentativerhebung hochgerechnet. In dieser Erhebung haben Pfarreien auch Kopien von Chornoten gemeldet, da sie offenbar irrtümlich davon ausgingen, dass auch diese vom Pauschalvertrag des VDD umfasst seien.

Um keine weiteren Anlässe für diese Kampagne der Musikverlage und der VG Musikedition zu liefern, möchten wir auch unter Hinweis auf das im Jahre 2009 an alle Kirchengemeinden versandte Informationsheft Urheberrecht in der Gemeinde" und die Pauschalverträge des VDD mit der VG Musikedition einschließlich der entsprechenden zugehörigen Merkblätter, noch einmal folgendes klarstellen:

Erlaubt ist:

Nach dem Pauschalvertrag mit der VG Musikedition sind lediglich Fotokopien von einzel­nen Liedern und Liedtexten für den Gemeindegesang bei Gottesdiensten, Andachten und gottesdienstähnlichen Veranstaltungen, einschließlich Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen oder Einweihungsfeiern erlaubt und abgegolten.

Im Internet bestehen zudem legale Angebote zum Herunterladen und Vervielfältigen, et­wa die Homepage des Mozarteums (http://dme.mozarteum.at) oder die Seite imslp.org/wiki, auf der entweder urheberrechtsfreie Werke zu finden sind oder ge­nau deklariert wird, welche Nutzungen vom Autor gestattet sind. Sicherheitshalber sollten die gemachten Angaben aber nochmals überprüft werden.

Erlaubt ist auch das Kopieren von nicht neu bearbeiteten Liedern und Liedtexten, deren Urheberrechte abgelaufen sind (70 Jahre nach Tod des Autors bzw. der Autoren).
Beispielsweise wäre „Locus iste" in einer alten Ausgabe erlaubt.

Keine Hefte aus Kopien anfertigen:

Sobald Blätter mit kopierten Liedtexten oder Liedern in irgendeiner Weise fest miteinander verbunden werden (Heftung, Binden mit Schnüren, Ringbuchformen oder ähnliches) ist dies nicht vom Pauschalvertrag gedeckt und daher illegal.

Was keinesfalls erlaubt ist:

Die Berechtigung aus dem Pauschalvertrag umfasst nicht das Anfertigen von Kopien von urheberrechtlich geschützten Chorsätzen oder Instrumentalstücken für (Kirchen)-Chöre, Solisten, Orchester, Bands etc. Soweit solche Stücke, wie oben dargestellt (vgl. Ziffer 1 Abs. 2) nicht bereits frei von Urheberrechten sind, ist das Kopieren ohne Erlaubnis des Rechteinhabers (Verlag, Autor) verboten.

Wir bitten daher alle Verantwortlichen im Erz-/Bistum sowie in Pfarreien, Kirchengemeinden und Kirchenstiftungen dafür zu sorgen, dass keine geschützten Chornoten oder Instrumentalsätze kopiert werden. Die Pfarrer und Mitglieder der verantwortlichen Gremien machen sich unter Umständen haftbar, wenn sie dies trotz Kenntnis zulassen. Insbesondere bitten wir die Verantwortlichen vor Ort alle Chorleiter und Vorstände der Kirchenchöre ausdrücklich darauf hinzuweisen, nur legal erworbene Chorsätze, Chorbücher und Noten zu verwenden. Viele Verlage haben Einzelexemplare von Chorwerken aus Büchern herausgegeben oder sind auf Nachfrage bereit, Sonderdrucke herzustellen, andere geben gegen eine Gebühr Kopierlizenzen zu Chorsätzen, die nicht als Einzelexemplare erhältlich sind. Die auf diözesaner Ebene verantwortlichen Kirchenmusiker beraten hier gerne.

Denkbar wäre es auch, im Wege der Ausleihe einen entsprechenden Austausch rechtmäßig erworbener Chornoten oder Notenbücher zu organisieren. Hierfür wäre es gut, mit den benachbarten Chören Kontakt aufzunehmen und zu überlegen, ob man ggf. Noten gegenseitig ausleihen kann.

Nähere Informationen erhalten Sie im Amt für Kirchenmusik des Bischöflichen Ordinariates in Eichstätt (08421 50-861 bzw. kirchenmusik(at)bistum-eichstaett(dot)de).