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Papst Franzisus und interreligiöser Dialog

Papst Franziskus in Rom. pde-Foto: Anika Taiber
Papst Franziskus. pde-Foto: Anika Taiber

Papst Franziskus sieht im interreligiösen Dialog eine unumgängliche Voraussetzung für den Frieden zwischen den Völkern und Volksgemeinschaften. In der katholischen Kirche wurde durch das Zweite Vatikanische Konzil mit der Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra aetate“ die Bedeutung des interreligiösen Dialogs anerkannt. Zum 50. Jahrestag der Veröffentlichung des Konzilsdokument (am 28. Oktober 2015) hat der Papst seine bleibende Aktualität betont. Er weist darauf hin, dass sich der angestoßene interreligiöse Dialog durch Offenheit und gegenseitigen Respekt auszeichnet.

Gemeinsame Erklärung von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill von Moskau

"In dieser beunruhigenden Zeit ist der interreligiöse Dialog unerlässlich. Die Unterschiede im Verständnis der religiösen Wahrheiten dürfen die Menschen unterschiedlicher Glaubensüberzeugungen nicht davon abhalten, in Frieden und Eintracht zu leben. Unter den aktuellen Umständen haben die Leiter der Religionsgemeinschaften die besondere Verantwortung, ihre Gläubigen in einem respektvollen Geist gegenüber den Überzeugungen derer, die anderen religiösen Traditionen angehören, zu erziehen. Absolut inakzeptabel sind die Versuche, kriminelle Handlungen mit religiösen Slogans zu rechtfertigen. Kein Verbrechen kann im Namen Gottes begangen werden, denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens (1 Kor 14,33)."
(Gemeinsame Erklärung von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill von Moskau und dem ganzen Rus, unterzeichnet bei der Begegnung der beiden Kirchenoberhäupter am 12. Februar 2016 in Havanna, Kuba.)

Pater Samir Kahlil Samir über Christen und Muslime

Der Jesuitenpater Samir Khalil Samir zählt weltweit zu den führenden katholischen Islamwissenschaftlern. Im Interview spricht er über die Auslegung religiöser Texte sowie über Dialog und Konkurrenz zwischen den Religionen.