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Wallfahrt und Diözesanjugendhaus Habsberg

Liebe Wallfahrer, liebe Gäste!

Im Jahre 1764 schuf der Oberpfälzer Maler Johann Michael Wild das Deckenfresko des Altarraumes der Habsberger Wallfahrtskirche. Es zeigt die Begegnung zweier Frauen. Maria wird von ihrer Cousine Elisabeth willkommen geheißen. Es ist ein Bild voller Wärme und Geborgenheit. Maria hat es wohl nicht mehr ausgehalten in ihrem kleinen Ort Nazareth, zu viel hat sie in den vergangenen Tagen erlebt, zu viel geht in ihr vor. Sie soll die Erwählte Gottes sein, auserwählt die Mutter des lang ersehnten Messias zu sein. So bricht sie aus ihrer oft zu engen Welt und macht sich auf zu ihrer Verwandten Elisabeth, die im Bergland von Judäa lebt, dort bleibt sie drei Monate, wie uns der Evangelist Lukas überliefert. Diese Begebenheit bildet den Kern des Festes „Maria Heimsuchung“, zugleich Patrozinium unserer Wallfahrtskirche. Ein besseres „Hausfest“ seiner Kirche kann es wohl für den Habsberg nicht geben. So wie einst Elisabeth die Gottesmutter in ihrem Haus empfangen hat, so heißt heute Maria einen Jeden willkommen, der ihr Haus auf dem Habsberg besucht, mehr noch, sie führt uns hin zur Mitte unseres Glaubens, zu ihrem Sohn Jesus Christus.

Es ist sicherlich ein Glücksfall, dass so viele unterschiedliche Menschen diesen Wallfahrtsort besuchen. Da gibt es den stillen Beter, der noch kurz vor der Abenddämmerung in der Kapelle vor dem Habsberger Gnadenbild verweilt. Da sind die vielen Wallfahrtsgruppen, die singend und betend zur Wallfahrt pilgern. Da sind mehrere hundert Ministranten, die mit ihren Gewändern zur Kirche ziehen um dort ein jugendliches Fest des Glaubens zu feiern. Und es gibt auch die Schulklasse, die zur Fortbildung in unser Jugendhaus gekommen ist oder der Jugendchor, der ein Probenwochenende auf dem Habsberg verbringt. Und bald wird da auch so mancher Garten- und Naturfreund sein, der sich für das neue Umweltzentrum am Fuße des Heiligen Berges interessiert und viele andere mehr. Aus unterschiedlichsten Beweggründen kommen Menschen hierher, doch wohl niemand kann sich der Ausstrahlung dieses Ortes entziehen. Zwischen der Entstehung des Deckenfreskos der Wallfahrtskirche und dem Jahr 2007 liegen mehr als 200 Jahre und dennoch könnte der Maler es auch heute noch malen. Denn wer sehnt sich nicht danach wirklich willkommen zu sein.

Wallfahrt "Mariä Heimsuchung"

 

Habsberg

Wallfahrt und Diözesanjugendhaus
Habsberg 4
92355 Velburg
Tel.: 09186/90900-0
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