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05.04.2017

Lass mich dein Esel sein, Christus

Foto: Christina Noe

Als Jesus in Jerusalem einzieht, reitet er auf einem Esel, dem Nutztier der kleinen Leute. Der Esel trägt mit Jesus auch dessen Botschaft: Jesus dient den Menschen, gerade den Kleinen und Schwachen. In großer Geduld versichert ihnen Jesus, dass Gott sie liebt; und wenn Jesus Unrecht wahrnimmt, kann er richtig störrisch werden.
Den Esel als palmsonntäglichen Christus-Träger erwähnte der brasilianische Erzbischof Dom Hélder Câmara, der sich für die Armen seines Landes einsetzte, in einem Gebet:
„Herr, lass mich dein Esel sein, auf dem du zu den Menschen kommst. Gib mir die Genügsamkeit und Eselsgeduld, die Kraft zum Tragen und auch die Sturheit, die ich brauche, um Träger deiner Liebe in einer Welt des Hasses zu sein. Lass mich dein Esel sein, Christus, dass ich dich zu anderen trage!“

Text: Matthias Blaha, Pfarrer in St. Anton, Ingolstadt

Zitat aus: Axel Kühner, Überlebensgeschichten für jeden Tag. Neukirchen-Vluyn 202016, 221