
aus: Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt, Nr. 14, 2. April 2006.
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„Trauen Sie Ihren Gefühlen“, sagte die Begleiterin zu ihr. Den Gefühlen trauen. Als ob das so einfach wäre. Dafür müsste sie sich ja Zeit nehmen. Und überhaupt: Wenn sie erst einmal begann, sich zu fragen, was sie fühlte, dann fühlte sie gar nichts mehr!
Den Gefühlen trauen. Der heilige Ignatius von Loyola machte für sein eigenes Leben eine große Entdeckung: In seinen Gefühlen ahnte er, wohin Gott ihn führen wollte. Wenn Ignatius betete, dann achtete er darauf, was sein Gebet in ihm auslöste. War er danach ruhiger oder wühlte es ihn auf? Spürte er einen inneren Frieden oder stieg Ärger in ihm hoch? Rührte ihn das Gebet an oder ließ es ihn kalt? Solche Hinweise waren für ihn ein Fingerzeig Gottes. Und dieser Fingerzeig Gottes half ihm bei allem, was er zu tun hatte: Er achtete darauf, wenn er eine Entscheidung zu treffen hatte. Er war dafür aufmerksam, wenn er einem Menschen begegnete.
Wenn Sie die Entdeckung des heiligen Ignatius in dieser Woche ausprobieren wollen, dann könnten Sie so vorgehen:
Die Gefühle können zum Fingerzeig Gottes werden. Deshalb lohnt es sich, in dieser Woche darauf zu achten, meint
Ihr Michael Kleinert, Pfarrer im Exerzitienreferat