Zum Inhalt springen

Domführung

Bischofsgrablege

Domführung: Bischofsgrablege

Mit Werken von Fritz Koenig (geb. 1924) und Blasius Gerg (1927 - 2007) wurde die Bischofsgrablege im Eichstätter Dom, die westliche Kapelle des nördlichen Seitenschiffs 1989 gestaltet. Ein 3,5 Meter hohes Epitaph von Prof. Fritz Koenig und acht Grabplatten sowie ein Bronzeleuchter von Bildhauer Blasius Gerg thematisieren Tod und Auferstehung. 

Mit seinem aus Teilen gefügten Bildwerk führt Koenig mit heutigen bildnerischen Mitteln die Tradition des alten Bischofshochgrabes weiter. "Ein aus Kugel und zylindrischen Elementen gebildetes Zeichen menschlicher Figur" - so beschreibt Koenig sein Werk - "liegt eingebettet zwischen den Teilen einer mächtigen Steinwand, von der Last des Grabes umklammert." Auf dem Sockel des Grabsteines aus Jurakalkstein sind die Insignien bischöflicher Würde abgelegt: Stab und Mitra. Beide sind aus Bronze gefertigt.

Gegenpol zum Epitaph als Bild des Todes ist der von Blasius Gerg geschaffene 1,5 Meter hohe Bronzeleuchter. Er versinnbildlicht Auferstehung und Leben. Aus ähnlichen Elementen wie der Leuchter hat Gerg auch die acht Grabplatten geschaffen. Ihre in Form und Aussehen gleiche Gestaltung verweist auf die Kontinuität des Bischofsamtes. Die beiden bisher beschrifteten Platten enthalten den Wahlspruch der hier Beigesetzten, ihre Geburts- und Sterbedaten und - gekennzeichnet durch die Bischofskrümme - die Daten ihres Wirkens als Bischöfe von Eichstätt. Kardinal Joseph Schröffer und Bischof Alois Brems haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. An der Westwand der Seitenkapelle sind die Wappen der Bischöfe angebracht.

Bischofsgrablege