27.09.2008 11:23

Beschluss der Vollversammlung: Mehr ethische Verantwortung von multinationalen Unternehmen ist gefordert - „Coca-Cola“ ignoriert Menschenrechte

Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Eichstätt schließt sich dem Boykottaufruf des BDKJ auf Bundesebene an und  verurteilt das Verhalten von multinationalen Konzernen wie der Coca Cola Company, nicht ausreichend ihrer sozialen und ethischen Verantwortung nachzukommen und sich innerhalb des eigenen Konzerns sowie in den Partnerunternehmen unzureichend für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen.

Der Diözesanrat Eichstätt verlangt von allen multinationalen Konzernen, insbesondere von der Coca Cola Company die Vorgaben des Internationalen Pakts der bürgerlichen und politischen Rechte sowie des Internationalen Pakts für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte einzuhalten.

Der Vorstand des Diözesanrates Eichstätt wird beauftragt, bis auf weiteres für einen Verzicht auf Produkte der Coca Cola Company bei seinen Veranstaltungen zu sorgen. Die Vollversammlung des Diözesanrates fordert darüber hinaus die Delegierten mit ihren Verbänden und Organisationen bzw. in ihren Pfarrgemeinden und Dekanaten auf, als Konsumentinnen und Konsumenten die Möglichkeiten von Kaufboykotten zu nutzen und bis auf weiteres den Kauf und Verkauf von Produkten der Coca-Cola Company wegen deren mangelnden Einsatzes für Menschenrechte einzustellen.

Die Delegierten informieren ihre Verbände, Organisationen und Räte über diesen Beschluss. Sie werden aufgefordert ihn bei eigenen Aktivitäten umzusetzen. Dieser Beschluss gilt solange bis der BDKJ  Bundesverband seinen Beschluss nach entsprechender Überprüfung aufhebt.