Geschichte

740 hl. Willibald (+787), angelsächsischer Mönch, sein Bruder, der hl. Wunibald (+761), und seine Schwester, die hl. Walburga (+779), wirken in unserem Bistum.

741 Bischofsweihe durch den hl. Bonifatius, Anfänge des Bistums Eichstätt.

8.-19. Jh. Eichstätt gehört zur Kirchenprovinz Mainz.

8. Jh. Eichstätter Kloster-, später Dom-Schule zur Ausbildung von Klerikern.

9.-11. Jh. Aus dem Bischofskloster geht das Domkapitel hervor. Es erhält 1122 das Recht der Bischofswahl.

882-912 Bischof Erchanbald vollendet die Organisation des Bistums.

1035 Am Walburga-Grab in Eichstätt wird ein Benediktinerinnenkloster gegründet, das ohne Unterbrechung bis heute besteht.

1042-57 Bischof Gerhard I. Er ist 1055-57 Papst Victor II.

1057-75 Bischof Gundekar II. Er vollendet den romanischen Dom, weiht über 100 Kirchen in der Diözese, läßt ein bedeutsames Pontifikale (Gundekarianum) anfertigen.

12. Jh. Klostergründungen in Kastl, Plankstetten, Heilsbronn und Rebdorf.

13. Jh. Die Eichstätter Bischöfe sind Fürstbischöfe (bis 1802).

14. Jh. Bau des gotischen Doms.

1524-61 Einführung der Reformation in zwei Dritteln der Diözese. Im 17. Jh. wird davon ein Drittel durch die Gegenreformation wieder katholisch.

1560-90 Bischof Martin von Schaumberg. Beginn der kirchlichen Erneuerung.

1564 Gründung des Collegium Willibaldinum nach der Weisung des Konzils von Trient. Erstes Klerikalseminar im deutschsprachigen Raum.

1614 Berufung der Jesuiten zur Leitung des Gymnasium academicum ins Seminars

1620 Einweihung der Schutzengelkirche.

1634 Einäscherung des Collegium Willibaldinum im Schwedenkrieg.

1637-85 Bischof Marquard Schenk zu Castell: Beginn des inneren und äußeren Wiederaufbaus nach den Zerstörungen des Schwedenkriegs.

1665 Vollendung des sog. "Altbaues" des Seminars.

1710 Verlegung des Seminars in die Ostenstraße (heute das alte Krankenhaus).

1774 Vollendung des Jesuiten-Neubaues.

1783 Rückkehr des Seminars in die ursprünglichen Gebäude.

1802 Säkularisation: Das Fürstbistum wird von Bayern in Besitz genommen, 1806 werden Domkapitel, Stifte und Klöster säkularisiert, 1807 wird das Seminar entrechtet.

1821 Eichstätt kommt zur neuerrichteten Kirchenprovinz Bamberg, Wiedererrichtung des Domkapitels.

1838 Wiedereröffnung des Knabenseminars durch Bischof Graf August Karl von Reisach.

1843 Errichtung des Lyzeums und Fortbestand der Bischöfl. Phil.- Theol. Hochschule in Eichstätt bis 1970.

1860 Erwerb von Schloß Hirschberg für das Seminar durch Bischof Georg von Oettl.

1871-1891 Aufnahme von Theologiestudenten aus dem gesamten deutschen Sprachgebiet in der Kulturkampfzeit.

1899 Erwerb der Sommer-Residenz als Bibliotheksgebäude des Seminars und der staatlichen Bücherei.

1930 Neubauten von Seminargebäuden unter Bischof Leo von Mergel.
1932-35 Bischof Konrad von Preysing (1935-50 Bischof von Berlin, 1946 Kardinal), entschiedener Gegner des Nationalsozialismus

1935-48 Bischof Michael Rackl, 1937 Rückkauf des ehem. Jesuitengymnasiums und Errichtung des Knabenseminars St. Richard (heute Rechenzentrum des Ordinariates).

1939-45 Studium vieler Theologiestudenten aus den deutschen Diözesen und Ordensgemeinschaften während des Zweiten Weltkrieges.

1948-67 Bischof Joseph Schröffer (+1983), ab 1967 an der Kurie in Rom, ab 1976 Kardinal.

1956 Errichtung des Knabenseminars St. Wunibald in der Ostenstraße (heute Gebäude der KUE, Journalistik).

1963/64 Bau der neuen Seminar- und Staatl. Bibliothek im Hofgarten.

1968-84 Bischof Alois Brems.

1970-72 Kirchliche Theologische Hochschule in Bayern, Sitz in Eichstätt.

1972-80 Kirchliche Gesamthochschule Eichstätt.

1980 Katholische Universität in Eichstätt, die einzige im deutschsprachigen Raum.

1984-95 Bischof Karl Braun, 1995 Erzbischof von Bamberg

1996 Bischof Dr. Walter Mixa

1998 Errichtung des Collegium Orientale durch Bischof Walter Mixa (01.09.1998).

Hl. Willibald
Hl. Willibald
Residenzplatz
Residenzplatz
Kloster Rebdorf
Kloster Rebdorf
Hl. Grab
Hl. Grab
Willibaldsburg
Willibaldsburg
Eichstätt
Eichstätt
Eh. Sommerresidenz
Eh. Sommerresidenz
Plankstetten
Plankstetten
Kloster St. Walburg
Kloster St. Walburg
Dom
Dom