
Das tausendjährige Bestehen des Erzbistums Bamberg war für die Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufe im Bistum Eichstätt der Anlass, ihre alljährliche Wallfahrt am Samstag, den 21. Juli, nach Bamberg und Vierzehnheiligen zu machen. Gut fünfzig Mitglieder machten sich am frühen Samstagmorgen unter Leitung von Subregens Dr. Clemens Hergenröder auf den Weg. Es war ein schönes Zeichen der Verbundenheit mit seiner „ersten Liebe“als Bischof, dass der frühere Eichstätter Oberhirte, Erzbischof i. R. Dr. Karl Braun, mit der Pilgergruppe in der Nagelkapelle des Bamberger Doms die hl. Messe „Von der heiligen Lanze und vom heiligen Nagel“ feierte. In seiner Predigt ging er auf seinen Wahlspruch aus dem Johannesevangelium ein: „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben“ (Joh 19,37). Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die Eichstätter in zwei Gruppen durch den Dom geführt und konnten u. a. das Grab der Bistumsgründer Heinrich und Kunigunde, das Grab von Papst Clemens II. – vorher Bischof Suidger von Bamberg - als das einzige Papstgrab nördlich der Alpen und den berühmten „Bamberger Reiter“ betrachten. Nach der Mittagspause ging es für die meisten weiter mit einer Führung durch die Jubiläumsausstellung mit vielen wertvollen Zeugnissen aus der Diözesangeschichte; dabei präsentierten die Führer auch den „Sternenmantel“ Kaiser Heinrichs II:, der für das Motto des Jubiläumsjahres Pate steht.
Als zweite Station stand am Nachmittag der große fränkische Wallfahrtsort Vierzehnheiligen bei Staffelstein auf dem Programm. Ein Franziskanerpater führte die Wallfahrer in die Geschichte der Wallfahrt ein und erklärte die großartige Basilika, ein Werk des Baumeisters Balthasar Neumann aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Am Anfang der Wallfahrt steht die Begegnung des Klosterschäfers Hermann mit dem Jesuskind, das von vierzehn weiteren Kindern umgeben ist und die sich ihm zu erkennen geben: „Wir sind die vierzehn Nothelfer und wollen eine Kapelle haben, und wollen auch gnädiglich hier rasten.“ Eine wunderbare Heilung wirkt als Bekräftigung für die entstehende Wallfahrt. In einer Andacht an dem von den vierzehn Statuen der Nothelfer umgebenen Gnadenaltar beteten die Eichstätter Wallfahrer im Anliegen der geistlichen Berufe – besonders für die in diesem Jahr geweihten Diakone und Priester - und auch in ihren eigenen Anliegen. Eine Brotzeit in der Wallfahrtsgaststätte durfte nicht fehlen; vorher konnten die Eichstätter noch den Einzug einer großen Fahrradwallfahrergruppe in die Basilika erleben. Auf der Rückfahrt von Vierzehn-heiligen verabschiedete sich Subregens Dr. Hergenröder als Leiter der Gebetsgemeinschaft; er dankte den Wallfahrern für ihr Gebet und ihr Mittragen und bat sie, im Gebet für geistliche Berufe treu zu bleiben. Der Sekretärin im Diözesanen Zentrum für Berufungspastoral, Frau Thekla Schmidt, überreichte er als Dank für ihre zuverlässige und umsichtige Mitarbeit eine Kerze mit den Vierzehn Nothelfern darauf. Am Abend durften wohl alle auf einen gelungenen und gesegneten Wallfahrtstag zurückschauen.
Dr. Clemens Hergenröder, Subregens