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Die Arbeitnehmerpastoral im Bistum Eichstätt

Die Arbeitnehmerpastoral will die Zusammenarbeit ihrer Träger (KAB, Kolping, CAJ, KLB, der Sachausschüsse "Berufs- und Arbeitswelt" der Räte und der Betriebsseelsorge) koordinieren.

Pfarrer Bernhard Kroll, pde-Foto: Geraldo Hoffmann

 

Pfarrer Bernhard Kroll,
Leiter der zentralen Anlaufstelle
für Arbeitnehmerpastoral
im Bistum Eichstätt.

 

 

Katholische Arbeitnehmerbewegung: KAB

KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung)

Die KAB ist nach ihrem Grundsatzprogramm eine Bewegung von Arbeitnehmern für Arbeitnehmer, gemeinsam getragen von Frauen und Männern. Sie sieht ihre Aufgabe im Dienst am Menschen, der von der Arbeitswelt geprägt ist. Als Vereinigung katholischer Arbeitnehmer will die KAB Kirche in der Welt der Arbeit und Stimme der Arbeitnehmer in der Kirche sein. Auf der Grundlage der katholischen Soziallehre gestaltet sie die Gesellschaft aktiv mit. Durch vielfältige Bildungsangebote sollen die Arbeitnehmer für ihre Aufgaben in Kirche, Staat und Gesellschaft befähigt werden. Wichtige Voraussetzung für die Arbeit vor Ort sind lebendige KAB-Gruppen. Deshalb hat in allen KAB-Büros die Betreuung der Ortsverbände Priorität. Ein besonderer Schwerpunkt ist auch die Beratung von Arbeitnehmern in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen. Zudem sind alle Sekretariate Ansprechpartner für Fragen und Anliegen der Betriebsseelsorge. Derzeit ergibt sich einschließlich einiger spezieller Aufgaben in den KAB-Büros folgende Zuständigkeit:

  • KAB-Diözesanbüro Ingolstadt: Kreisverband Eichstätt, KAB-Geschäftsführung, Referat für Seniorenarbeit
  • KAB-Kreisbüro Ingolstadt: Kreisverband Ingolstadt, Fachreferat Arbeits- und Sozialrecht
  • KAB-Kreisbüro Hilpoltstein: Kreisverband Roth-Hilpoltstein, Referat für Frauenarbeit und Alleinerziehende
  • KAB-Kreisbüro Nürnberg: Kreisverband Nürnberg-Süd, Fachreferat Betriebsseelsorge Nord, Geschäftsführung für das Bildungswerk, Referat für Bildungsarbeit
  • KAB-Kreisbüro Neumarkt: Kreisverband Neumarkt, Geschäftsführung der CAH (Christliche Arbeiterhilfe), Referat für Familienarbeit
  • KAB-Kreisbüro Gunzenhausen: Kreisverbände Gunzenhausen und Wemding, Aktionskreisarbeit, Internationale Arbeit, Referat für Öffentlichkeitsarbeit

zu den Adressen und Ansprechpartnern der KAB im Bistum Eichstätt

Kolpingwerk

 

 

Kolping

Das Kolpingwerk mit seinen verbandlichen Ebenen, Einrichtungen und Diensten ist unter "KOLPING" als Kurzbezeichnung bekannt. Das Kolpingwerk ist ein Verband von engagierten Christen jeden Alters und Geschlechts, die in Gesellschaft und Kirche auf der Basis des Evangeliums und der Katholischen Soziallehre Verantwortung übernehmen und Wertebewusstsein schaffen. Kolping ist aber nicht nur Mitgliederverband. Unter dem Namen Kolping arbeiten das Kolping-Bildungswerk, das Kolping-Erwachsenen-Bildungswerk und die Kolping-Bildungs- und Begegnungsstätten in Eichstätt und Ingolstadt.

Kolpingwerk Diözesanverband Eichstätt und Kolpingsfamilien

Das Kolpingwerk ist Sozialverband. Mit seinem Angebot wendet es sich nicht nur an die Mitglieder, sondern an alle interessierten Bevölkerungskreise. Durch die Mitarbeit in den Organen der Sozialversicherungsträger will das Kolpingwerk gemeinsam mit anderen christlichen Verbänden an der Verbreitung der katholischen Soziallehre mitwirken. Unter der Formulierung "Christlich motiviert - sozial engagiert" trägt das Kolpingwerk nicht nur für sozial-gesellschaftliche Zielvorstellungen Sorge, sondern setzt sich auch mit gesellschaftlichen Strömungen auseinander, die das "Glaubensfeld" berühren oder betreffen. Die Angebote des Kolpingwerkes sind so ausgerichtet, dass sie den Menschen ganzheitlich ansprechen. Jugend und Erwachsene orientieren sich in ihren Aufgabenfeldern am Lebensalter und der Lebenssituation der Menschen und leisten damit ihren Beitrag an der Erneuerung der (Pfarr-) Gemeinde, Kirche und Gesellschaft.

Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Eichstätt e. V.

Das Kolping-Bildungswerk wendet sich mit seinem Bildungsangebot vor allem an arbeitslose Jugendliche, Langzeitarbeitslose und Berufsrückkehrerinnen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen versuchen unter der schon genannten Formulierung diesen Zielgruppen Perspektiven für ihr weiteres Leben zu eröffnen. Die Arbeit geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsverwaltung. Sie gliedert sich so:

  • Geschäftsstelle Eichstätt: Geschäftsführung des Kolping-Bildungswerkes, Bildungsberatung, Trainingsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose, EDV-Schulungen für Berufsrückkehrerinnen, Firmenseminare
  • Dienststelle Weißenburg: berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen für arbeitslose Jugendliche, sozialpädagogische Hilfen für arbeitslose Jugendliche, Förderlehrgänge für benachteiligte Jugendliche
  • Dienststelle Ingolstadt: Beratungsstelle für Langzeitarbeitslose, berufliche Fort- und Weiterbildung, Qualifikationserweiterung für erwachsene Arbeitslose in Vollzeitlehrgängen, Trainingsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen für arbeitslose Jugendliche, sozialpädagogische Hilfen für arbeitslose Jugendliche, Spracherwerb für Arbeitnehmer aus Osteuropa (Aussiedler), Bildungsberatung

Kolping-Erwachsenen-Bildungswerk Diözesanverband Eichstätt e.V.

Das Kolping-Erwachsenen-Bildungswerk hat den Auftrag, in den Bereichen Persönlichkeits- und beruflicher Bildung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes und der katholischen Soziallehre Weiterbildung anzubieten. Dies geschieht in offenen Kurzzeit-Bildungsangeboten zur beruflichen und persönlichen Qualifikation von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in Eichstätt, Gunzenhausen, Ingolstadt, Weißenburg und Allersberg, zentral organisiert durch die Geschäftsstelle Eichstätt. Weiters wird dort, wo gewünscht, auch Bildungsberatung angeboten.

Kolping-Bildungs- und Begegnungsstätten

Die Kolping-Bildungs- und Begegnungsstätten in Eichstätt und Ingolstadt stellen im Rahmen ihres satzungsgemäßen Auftrags Räume für Bildung und Begegnung von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen zur Verfügung.

zu den Adressen und Ansprechpartnern des Kolpingwerkes im Bistum Eichstätt

 

 

CAJ (Christliche Arbeiterjugend)

CAJ (Christliche Arbeiterjugend)

"Jeder junge Arbeiter und jede junge Arbeiterin ist mehr wert als alles Gold dieser Erde." Mit diesem Zitat von Kardinal Josef Cardijn, dem Gründer der CAJ, identifizieren sich Jugendliche der CAJ im 21. Jahrhundert genauso wie am Beginn der CAJ Anfang des 20. Jahrhunderts. In ihrer Aktualität und der Brisanz, sich in die Bedingungen und Vorgaben der Arbeitswelt einzumischen, um eine menschenfreundlichere Arbeitswelt mitzugestalten, hat die CAJ nicht verloren, sondern eher noch an Bedeutung und Wichtigkeit gewonnen. In Nachfolge und im Auftrag von Josef Cardijn ist die CAJ Bildungs-und Aktionsbewegung für Jugendliche und junge Erwachsene, die in der Ausbildung stehen oder sich am Beginn des Berufslebens befinden. In diesem Lebensabschnitt ist die Gruppe der Gleichaltrigen für die Entwicklung der Persönlichkeit im beruflichen, sozialen, religiösen und politischen Umfeld in zweifacher Hinsicht notwendig: Zum einen distanzieren sich die Jugendlichen entwicklungsbedingt von den Meinungen, Interessen und Lebensanschauungen der Erwachsenen (Eltern, Lehrer, etc.) und suchen in der Gruppe der Gleichaltrigen ("Peer-Group") Halt und Unterstützung, um sich selber zu finden und Perspektiven für das eigene Leben zu gewinnen. Die CAJ hilft den Jugendlichen, Zugang zum Glauben an Jesus Christus für sich zu finden, den Glauben in der Gemeinschaft der CAJ mit anderen zu leben und in die Gesellschaft hinauszutragen. Zum anderen ist gerade die Phase der Ausbildung und des Berufseinstiegs eine große Herausforderung und Anforderung an den Menschen. Die CAJ setzt sich für den Wert der Menschen in Schule und Beruf ein und hilft den Jugendlichen, sich ihrer Situation bewusst zu werden und einen eigenen Standort im Leben zu entwickeln. In Solidarität mit der gesamten Arbeiterschaft will die CAJ mit den Jugendlichen die Missstände in der Gesellschaft aufzeigen und an der Gestaltung der Gesellschaft, vor allem in der Arbeitswelt, teilhaben. Dazu ist es wichtig, dass CAJlerInnen den Mut und die Persönlichkeit gewinnen, sich als Jugendvertreter in den Betrieben zur Verfügung zu stellen und sich einzubringen. Die CAJ hat es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem diejenigen miteinzubeziehen, die in ihrem Leben durch persönliche oder gesellschaftliche Bedingungen benachteiligt werden.

  • CAJ Diözesanbüro Ingolstadt: Leitung der Geschäftsstelle des CAJ-DV, Mitarbeit in der DL, im Landesverband, Bundesverband, BDKJ, Bisch. Jugend- und Seelsorgeamt, Unterstützung der CAJ-Regionen, Bildungs- und Beratungsarbeit der Ehrenamtlichen, Organisieren der Aktionen des Verbandes Zusammenarbeit mit KAB und Betriebsseelsorge, Kontakt zu den Jugendvertretern in den Betrieben Interessensvertretung von jugendlicher Arbeitnehmer in Kirche und Gesellschaft, Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung und Durchführung von religiösen Angeboten, Hilfe und ggf. Vermittlung von weiterführender Beratung in besonderen persönlichen Problemsituationen

zu den Adressen und Ansprechpartnern der CAJ im Bistum Eichstätt

KLB (Katholische Landvolkbewegung)

KLB (Katholische Landvolkbewegung)

Die Kath. Landvolkbewegung (KLB) ist ein freier und loser Zusammenschluss engagierter Christinnen und Christen aus allen Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten. Sie will das Leben auf dem Land, in Dorf, Kirche und Gesellschaft aktiv mitgestalten. Vor allem im Engagement für die Belange der bäuerlichen Landwirte und für eine eigenständige, wertorientierte Regional- und Dorfentwicklung trägt die KLB dazu bei, dass wohnortnahe Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen werden. In enger Kooperation mit der Abtei Plankstetten, dem dort ansässigen Bildungshaus sowie der Schule der Dorf- und Landentwicklung werden Arbeitnehmer, Kommunalpolitiker und Multiplikatoren befähigt, ihre Interessen und die der Menschen auf dem Land verstärkt zu vertreten. Mit fortschreitendem Strukturwandel in der Landwirtschaft werden immer mehr Landwirte in den Nebenerwerb (derzeit ca. 59 % in Bayern!) und damit in die gewerbliche Arbeitswelt gedrängt. Die betroffenen Arbeitnehmer, die im bäuerlichen Betrieb mithelfenden Familienmitglieder und alle anderen Beteiligten brauchen eine intensive psycho-soziale und pastorale Begleitung, damit diese einschneidende Veränderung mit allen damit zusammenhängenden Konsequenzen positiv gelingen kann. Die KLB arbeitet mit all ihren Angeboten nach dem Subsidiaritätsprinzip auf Landkreisebene mit einem verantwortlichen Kreisvorstand und auf Diözesanebene mit Vorstand und hauptberuflich besetzter KLB-Diözesanstelle.

zu den Adressen und Ansprechpartnern der KLB im Bistum Eichstätt

Landwirtschaftliche Familienberatung der KLB
Eine erste Hilfestellung gewährt dabei die "Landwirtschaftliche Familienberatung", die 2008 in der Diözese Eichstätt eingerichtet wurde.

zu den Adressen und Ansprechpartnern der Landwirtschaftlichen Familienberatung


Sachausschüsse "Berufs- und Arbeitswelt" der Räte

In Wahrnehmung ihres Weltauftrages haben die Laienräte auf allen Ebenen des Bistums u. a. die Aufgabe, den diakonischen Dienst im sozialen und gesellschaftlichen Bereich zu fördern. Als Grundlage für die Erarbeitung sachgerechter Vorschläge und entsprechender Maßnahmen werden dabei die gesellschaftlichen Entwicklungen beobachtet und reflektiert. Ziel ist, die besonderen Lebenssituationen der verschiedenen Gruppen zu berücksichtigen, ihnen in der Arbeit gerecht zu werden und Möglichkeiten seelsorgerischer Hilfen anzubieten12. Dazu gehört selbstverständlich auch die besondere Sorge um die Arbeitnehmer. In der Empfehlung Nr. 7 des Synodenbeschlusses "Kirche und Arbeiterschaft" heißt es u. a.: "Der Pfarrgemeinderat bildet einen Ausschuss für Berufs- und Arbeitswelt oder benennt einen Beauftragten, der regelmäßig über die Probleme der Arbeiter in der Pfarrei und in den Betrieben des Pfarrgebietes berichtet und gegebenenfalls Initiativen der katholischen Arbeitnehmerorganisationen, der Betriebsseelsorge oder des PGR anregt bzw. deren Initiativen aufgreift". Entsprechend dem Synodenbeschluss "Kirche und Arbeiterschaft" sind auf allen Ebenen des Bistums Sachausschüsse "Berufs- und Arbeitswelt" zu bilden bzw. Sachbeauftragte zu benennen. Im Bistum Eichstätt war man von Anfang an bemüht, diesem Auftrag nachzukommen und ihn zu realisieren: In nahezu allen Pfarrgemeinderäten gibt es einen oder mehrere Sachbeauftragte bzw. einen Sachausschuss für Berufs- und Arbeitswelt. Diese suchen eine enge Abstimmung und Kooperation mit den katholischen Arbeitnehmerverbänden vor Ort. Ein weiteres Ziel ist auch die Zusammenarbeit auf überpfarrlicher Ebene (Dekanat) in diesem Aufgabenbereich. Im Diözesanrat der Katholiken ist ein eigener Sachausschuss "Berufs- und Arbeitswelt" eingerichtet. Diesem gehören auch kompetente VertreterInnen der Arbeitnehmer- und Sozialverbände des Bistums an.

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