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30.05.2016

"Wir brauchen eine Schöpfungsspiritualität" – Bischof Hanke auf dem Katholikentag in Leipzig

Bischof Hanke beim Katholikentag in Leipzig. pde-Foto: Bernhard Löhlein

Leipzig / Eichstätt. (pde) – Eine neue Form der Spiritualität regt der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke an. Bei einer Podiumsdiskussion auf dem Katholikentag in Leipzig über die Wirkung der Umwelt-Enzyklika "Laudato Sí" sagte er: "Wir brauchen eine Schöpfungsspiritualität, die unseren Alltag prägt. Bevor wir strukturell Veränderungen vornehmen, muss sich in den Köpfen und Herzen etwas ändern."

Die ökologische Bewegung in der katholischen Kirche sei eine Graswurzelarbeit, so Hanke weiter. Angefangen bei den Klöstern, die auf einen ökologischen Kreislauf setzen, bis hin zu den Bistümern, die sich mehr und mehr ökologisch qualifizieren lassen. So habe das Bistum Eichstätt mit der  Einführung eines Umweltmanagements einen wichtigen Schritt im Rahmen der Klimaoffensive 2030 gemacht. Mit diesem Projekt habe sich die Diözese das Ziel gesetzt, bis 2030 ihre Kohlenstoffdioxid-Emissionen um 50 Prozent zu reduzieren. "Da sollten wir uns auch noch mehr mit unseren Partnerbistümern weltweit vernetzen".

Im Hinblick auf die Umsetzung der Enzyklika in den Pfarrgemeinden vor Ort wünscht sich Hanke noch mehr Kreativität. "Wir sollten den Wind hinein wehen lassen und handeln." Das fordere er auch schon länger von seinen Kollegen in der Bischofskonferenz: Sie sollten vermehrt mit der Bahn zu gemeinsamen Treffen anreisen und Inlandsflüge ganz vermeiden. "Papst Franziskus macht es uns ja vor", so Hanke.

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