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10.02.2016

„Was zu tun ist!“ – Studientag zur Enzyklika „Laudato Si‘“ von Papst Franziskus

Professor em. Paulo Suess, Missionswissenschaftler und Papstberater, erläutert die Bedeutung der Enzyklika Laudato Si'. Foto: Toni Stegmair, Diözese Augsburg

Eichstätt. (pde) – Die Umwelt- und Sozialenzyklika „Laudato Si‘“ von Papst Franziskus steht im Mittelpunkt eines Studientages am Samstag, 5. März, im Eichstätter Priesterseminar. Unter dem Titel „Enzyklika Laudato Si‘ – was zu tun ist!“ gibt dieser von 10 Uhr bis 17 Uhr die Möglichkeit, sich näher mit dem Schreiben zu beschäftigen und in den Dialog mit Verantwortlichen der Bereiche Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Kirche zu treten.

In der Enzyklika räumt Papst Franziskus letzte Zweifel aus, dass Ökologie, Nachhaltigkeit, sowie der Umgang mit der Schöpfung nur Nebenbaustellen im Engagement der Kirche sein können. Er ruft explizit alle Menschen guten Willens zum Dialog auf, um für die großen Herausforderungen, vor denen die Weltgemeinschaft steht, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Den Studientag eröffnet der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke, den Einführungsvortrag hält Professor em. Paulo Suess aus São Paulo in Brasilien. Der Referent ist  Missionswissenschaftler und Papstberater. Er wird erläutern, welche überlebenswichtige Bedeutung die Enzyklika für „die Armen im Süden“ hat und was „die entwickelten Länder“ zur Lösung beitragen können. Bei der Podiumsdiskussion am Nachmittag werden Prälat Dr. Lorenz Wolf, Leiter des Katholischen Büros Bayern, Ministerialdirektor Dr. Christian Barth, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Professor Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern, Professor Ulrich Bartosch, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, sowie der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt, vor allem die Frage diskutieren, was zu tun ist.

Lisa Amon, Nachhaltigkeitsreferentin des Bistums Eichstätt, hat große Erwartungen: „Die Enzyklika wurde von nahezu allen Seiten als wegweisend gelobt. Wir möchten an diesem Tag von Verantwortlichen aus den Bereichen Gesellschaft, Kirche, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft konkret hören, welche Schritte sie unternehmen, um den Worten Taten folgen zu lassen!“ Und auch Martin Wagner, Landesgeschäftsführer der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) in Bayern, lädt alle Interessierten nach Eichstätt ein: „Ein ‚Weiter so!‘ kann es bei den Fragen von Klimaschutz und weltweiter Gerechtigkeit nicht geben – das sollte hoffentlich inzwischen jedem eindrücklich vor Augen geführt worden sein. Diese Veranstaltung bietet die einmalige Gelegenheit zu hören, welche Gedanken sich wichtige Verbände und Institutionen in Bayern bereits gemacht haben und sich selbst in die Diskussion um eine nachhaltige Zukunft einzubringen!“

Die Moderation wird der Redaktionsleiter des Landesbüros Bayern der Katholischen Nachrichtenagentur übernehmen, Christoph Renzikowski. Den Abschluss des Tages bildet eine Vesper in der Kapelle des Priesterseminars.

Der Studientag wird organisiert vom Referat Schöpfung und Klimaschutz der Diözese Eichstätt sowie dem Bildungswerk der KLB. Kooperationspartner sind das Referat Weltkirche und das Diözesanbildungswerk der Diözese Eichstätt. Nähere Informationen und Anmeldung bis Freitag, 26. Februar, beim Referat Schöpfung und Klimaschutz der Diözese Eichstätt, Telefon (08421) 50-662, E-Mail: umwelt@bistum-eichstaett.de und unter www.bistum-eichstaett.de/umwelt.

<media 89684 _blank - "TEXT, flyer-studientag-umweltenzyklika, flyer-studientag-umweltenzyklika.pdf, 147 KB">Flyer zum Studientag</media>

Video: Interview mit Bischof Hanke zur Enzyklika