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16.06.2014

Rückkehr aus Lourdes: 320 Pilger mit Bischof Hanke unterwegs

Für die Eichstätter Pilgergruppe war der Gottesdienst mit ihrem Bischof Gregor Maria Hanke an der Grotte von Massabielle ein Höhepunkt der achttägigen Wallfahrt nach Lourdes. Foto: Caritas/Karl Ferstl

Eichstätt/Lourdes. (pde) – Domkapitular Franz Mattes war begeistert: „Was hier menschlich und religiös passiert, hat mich sehr bewegt.“ Mit diesen Worten fasste er seine Eindrücke von der Bahnwallfahrt des Caritasverbandes Eichstätt nach Lourdes zusammen. Als Caritasdirektor hatte er zum ersten Mal an dieser alle drei Jahre stattfindenden Fahrt teilgenommen. Mit ihm waren 320 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem aus den Diözesen Eichstätt, Würzburg und Bamberg von Samstag, 7. Juni, bis Samstag, 14. Juni, unterwegs gewesen. Auch Bischof Gregor Maria Hanke hatte es sich nicht nehmen lassen, in Eichstätt in den Zug zu steigen und fünf Tage lang als geistlicher Begleiter und Mitpilger bei den Gläubigen zu sein. „Ich halte die Zugreise für äußerst wertvoll, vor allem für die behinderten und kranken Menschen, von denen die meisten sonst keine Möglichkeiten hätten, nach Lourdes zu kommen“, betonte Hanke. Wiederholt hätte ihn die besondere Gemeinschaft unter den Pilgern beeindruckt, die wohl nur bei einer Zugfahrt in dieser Weise entstehen könne.

Der Caritasverband Eichstätt und das Bayerische Pilgerbüro hatten ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Neben gemeinsamen Gottesdiensten und Prozessionen aller Pilger des Sonderzuges gab es auch spezifische Angebote. So unternahmen die „Hotelpilger“ unter anderem einen Ausflug nach Gavarnie in die Pyrenäen und feierten eine Andacht in Bartres an dem Schafstall mit, in dessen Umgebung die heilige Bernadette lange Zeit Schafe gehütet hatte. Ein Höhepunkt für die insgesamt 50 kranken, behinderten und beim Gehen beeinträchtigten Menschen war ein Gottesdienst mit Krankensalbung unter freiem Himmel im sogenannten „Grünen Dom“, einem mit hohen Bäumen bewachsenen Gelände über der Stadt Lourdes. Auch die Firmung einer von Geburt an behinderten Teilnehmerin, die nur liegend befördert werden kann, bewegte diese Gruppe sehr. Deren ärztliche und pflegerische Betreuung lag wie bei den vorherigen Fahrten in den Händen des Malteser-Ritterordens, der von professionellen Pflegekräften vor allem des Malteser-Hilfsdienstes aus Eichstätt und Würzburg unterstützt wurde. Die technisch-organisatorische Abwicklung der Gemeinschaftswallfahrt lag beim Bayerischen Pilgerbüro.