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27.11.2017

Herbstvollversammlung des BDKJ: Positionspapier zu „Jugend in der Kirche“ verabschiedet

Bischof Hanke bei der Herbstvollversammlung des BDKJ. pde-Foto: Stephanie Bernreuther

Der scheidende BDKJ-Präses Christoph Witczak mit den beiden Vorständen Angela Hundsdorfer und Maximilian Holzer. pde-Foto: Stephanie Bernreuther

Eichstätt. (pde) – Ein Positionspapier zum Thema „Jugend in der Kirche“ hat der Diözesanverband des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) bei seiner Herbstvollversammlung im Jugendtagungshaus Schloss Pfünz verabschiedet. In dem Papier macht der Dachverband der katholischen Jugendverbände auf die Notwendigkeit eines lebendigen Dialoges auf Augenhöhe zwischen der Jugend und den weiteren Kirchengliedern aufmerksam. „Jugendliche brauchen gerade auch in den Gemeinden geschützte Räume, in denen sie sich ausprobieren können“, sagte die BDKJ-Diözesanvorsitzende Angela Hundsdorfer bei der Vorstellung des Papiers. „Jugendverbände und -organisationen sind solche Lernorte, an denen junge Christinnen und Christen die Möglichkeit haben, sich mit religiösen und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und darin kompetent zu werden.“ Der noch amtierende BDKJ-Diözesanpräses Christoph Witczak ergänzte, dass es vielen Jugendlichen wichtig sei, ihren Sendungsauftrag aus Taufe und Firmung wahrzunehmen und Kirche vor Ort lebendig mitzugestalten. Dabei sollten die unterschiedlichsten Formen kirchlicher Jugendarbeit gleichermaßen ihre Berechtigung finden. An die Erwachsenen appellierte Witczak, dass sie den Jugendlichen kompetente Begleitung anbieten und sich auf die jugendliche Ästhetik einlassen sollten.

Beim Gespräch mit Bischof Gregor Maria Hanke und Generalvikar Isidor Vollnhals bedankten sich die Jugendlichen für die Bereitstellung von WLAN im Jugendtagungshaus. Das wurde gleich genutzt, um den Onlinefragebogen des Vatikans im Vorlauf der Bischofssynode im kommenden Jahr zu beantworten. Bedauert wurde von den Mitgliedsverbänden, dass sehr viel ehrenamtliche Arbeitszeit für die Akquise von Geldern für Projektstellen aufgewendet werden muss, ohne die viele Verbände nicht arbeiten können. Sie erhoffen sich hierbei mehr Unterstützung seitens der Diözese, um die inhaltliche Arbeit in den Verbänden auf eine solide Grundlage zu stellen.

Weiterhin standen verschiedene Wahlen auf dem Programm der Herbstvollversammlung: So wurde Maximilian Holzer in seinem Amt als Diözesanvorstand für weitere zwei Jahre bestätigt und Diözesanjugendseelsorger Clemens Mennicken als neuer BDKJ-Diözesanpräses gewählt. Er löst Christoph Witczak ab, der vier Jahre Diözesanpräses des BDKJ war und zuvor schon als Dekanatspräses in Schelldorf aktiv gewesen ist. Als Dank für seine Verdienste in der Jugendarbeit würdigte ihn der BDKJ-Diözesanvorstand mit dem silbernen Ehrenkreuz. An der Verabschiedung nahm auch die BDKJ-Bundesvorsitzende Katharina Norpoth teil. Sie lud die Delegierten dazu ein, an der nächsten „72-Stundenaktion“ teilzunehmen, die für das Jahr 2019 geplant ist.