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06.05.2017

Flüchtlinge und ihre Helfer auf Entdeckungstour in der Willibaldsburg

Flüchtlingsreferentin Cordula Klenk verteilt Brezen beim Picknick mit Flüchtlingen auf der Willibaldsburg. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Museumsdirektorin Dr. Martina Kölbl-Ebert (links) zeigt Flüchtlingen den Brunnen der Willibaldsburg. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Eichstätt. (pde) – Rund 100 geflüchtete Menschen und ihre Helfer haben am Samstag, 6. Mai, einen Ausflug auf die Willibaldsburg in Eichstätt unternommen. Nach Führungen in deutscher und englischer Sprache durch das Jura-Museum genossen sie ein gemeinsames Picknick mit Brezen, Obst und Getränke im Burginnenhof. Knapp die Hälfte der Teilnehmer war aus Wemding angereist. Weitere Teilnehmer stammten aus der Erstaufnahmeeinrichtung Maria-Ward in Eichstätt sowie aus der Region Donauwörth, aus dem Flüchtlingshelferkreis Ehingen am Ries und aus dem Ingolstädter Raum.

Der Ausflug auf die Willibaldsburg ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die gemeinsam vom Referat Flüchtlingshilfe des Malteser Hilfsdienstes und dem Diözesanbildungswerk für Geflüchtete und ihre ehrenamtlichen Begleiter angeboten wird. „Wie bereits bei der Domführung im vergangenen Dezember geht es auch bei dieser Veranstaltung darum, gemeinsam Orte zu entdecken, die Geschichte, Kultur, Religion und Gegenwart in unserer Umgebung prägen“, erklärte die Flüchtlingsreferentin der Diözese Eichstätt, Cordula Klenk. Es gehe darum, diese Orte nicht nur als Zeugen aus Stein aus der Vergangenheit zu betrachten, sondern sie zu begehen und zu erleben, dass sie uns auch heute noch viel zu sagen haben. Außerdem soll es auch ein Nachmittag sein, an dem Begegnung zwischen den Teilnehmern ermöglicht wird und Helfern und Geflüchteten eine kleine Auszeit vom Alltag mit Behörden, Formularen und Unterricht zu schenken. „Wir möchten ihnen eine gute Zeit miteinander ermöglichen, in der sie gemeinsam unterwegs sind“, sagte Klenk.

Aufgrund der großen Nachfrage – weit mehr als 100 Teilnehmer hatten sich angemeldet – wird der Ausflug mit Picknick auf der Willibaldsburg am kommenden Samstag, 13. Mai, wiederholt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ermöglicht wird dies laut Cordula Klenk durch ein großzügiges Entgegenkommen seitens der Burgleitung und des Collegium Willibaldinum sowie durch Förderung der bayerischen Schlösserverwaltung und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Museumsdirektorin Dr. Martina Kölbl-Ebert übernimmt persönlich die Führung in Englisch. In Planung ist bereits die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe mit einem Besuch des Ingolstädter Krippenwegs im Dezember dieses Jahres.