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19.11.2015

Ernst Müller verstorben – Pionier kirchlicher Medienarbeit

pde-Foto: privat

Eichstätt. (pde) – Er war einer der Pioniere kirchlicher Medienarbeit: Ernst Müller ist am 18. November im Alter von 85 Jahren verstorben. Er war Mitbegründer des Katholischen Filmwerks und ab 1951 erster Leiter der Medienzentrale des Bistums Eichstätt.

Ernst Müller und Pfarrer Franz Sand, der bereits seit den Dreißigerjahren mit der Vorführung von „Lichtbildern“ kirchliche Medienarbeit forcierte, bauten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg die kirchliche Filmarbeit im Bistum Eichstätt auf: „Mit dem Filmwagen, einem BMW-Vorkriegsmodell, machte sich Ernst Müller beinahe täglich, häufig auch mehrmals am Tag, Sommer wie Winter, auf den Weg, um in oft schlecht beheizten Wirtsstuben die Filme vorzuführen“, schildert eine Chronik der Eichstätter Medienzentrale. Ende der Sechzigerjahre kam der Verleih von Medien für Religionsunterricht, Pastoral und kirchliche Bildungsarbeit dazu. Ab 1951 leitete Müller die zunächst an seinem Wohnort in Emsing angesiedelte Diözesanfilmstelle. 1972, mit dem Umzug nach Eichstätt, erfolgte die Umbenennung in AV-Medienzentrale. Der Schwerpunkt der Arbeit verlagerte sich mehr und mehr auf Fragen der Medienpädagogik und Mediendidaktik.

Bei zahlreichen Produktionen und Programmen, ab Mitte der Achtzigerjahre vor allem auch im kirchlichen Lokalradio, wirkte Ernst Müller mit. Über den Bereich der Diözese Eichstätt hinaus war er in verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen auf Landes- und Bundesebene engagiert. So gehörte Müller von 1977 bis 1984 dem Aufsichtsrat des Katholischen Filmwerkes an. 1988 ging Ernst Müller in den Ruhestand.

Requiem und Beisetzung sind am Samstag, 21. November, in Emsing. Beginn ist um 13 Uhr in der Pfarrkirche.

pde-Foto: privat

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