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14.11.2017

Bistum Eichstätt unterstützt Bildungsprojekte für Flüchtlinge

Schwester Amira Tabet kümmert sich um syrische Flüchtlingskinder an einer Schule der „Good Shepherds Sisters“ der maronitischen Kirche in einem christlich-maronitischen Dorf in der Bekaa-Ebene im Libanon. pde-Fotos: Jörg Böthling / missio München

Eichstätt. (pde) – 100 Schülerinnen und Schülern ermöglicht das Bistum Eichstätt den Schulbesuch in ihrer syrischen Heimat. Außerdem bezuschusst die Diözese eine weltweite Bildungsinitiative der Jesuiten für Flüchtlinge weltweit. Neben zahlreichen anderen Vorhaben bewilligte der Vergabeausschuss für die weltkirchlichen Projekte des Referats Weltkirche Bildungsprojekte für Flüchtlinge.

45,45 Euro pro Jahr kostet im Durchschnitt der Schulbesuch für Kinder an kirchlichen Schulen in Syrien. Das einstmals gut funktionierende Bildungssystem in Syrien ist durch den Krieg komplett zusammengebrochen. Seit Mai 2012 unterstützt die Katholische Kirche daher verschiedene Initiativen der Ortskirche in Syrien und im Libanon, bedürftigen Familien zu helfen. Ordensgemeinschaften in Aleppo, Damaskus und Homs, sowie die griechisch-katholische Erzdiözese von Homs, Hama und Yabourd und die maronitischen Bistümer von Aleppo und Lattakia kennen die bedürftigen Familien und wissen, wer am dringendsten auf Hilfe für den Schulbesuch angewiesen ist. Das Bistum Eichstätt übernimmt für insgesamt 100 Schulkinder das Schulgeld von 4.545 Euro.

Einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro bewilligte das Bistum außerdem für die „Jesuitische Initiative für Hochschulbildung an den Grenzen“ (JCHEM). Mit einer online-basierten E-Learning Plattform können Flüchtlinge an verschiedenen Orten der Erde akademische Abschlüsse erwerben, etwa in Malawi, Kenia, Jordanien, Tschad, Thailand und Afghanistan. Zu den bisherigen Ausbildungsmodulen, etwa der Lehrerausbildung in Flüchtlingslagern, sollen nun weitere Module hinzukommen. Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation plant die Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München, sich als europäische Koordinierungsstelle einzubringen und eigene Kurse zu entwickeln. Die Kurse kommen sowohl den Flüchtlingen in den verschiedenen Lagern weltweit, aber auch denjenigen in München zugute.

Alle Projekte werden in Zusammenarbeit mit dem Missionswerk missio München umgesetzt.